Karlsruher Manifest für Software Engineering vorgestellt
Karlsruhe, 22. Juni 2009.
VKSI mahnt bessere Ausbildung der Software-Ingenieure an und fordert Lebenslanges Lernen
Software ist ein wesentlicher Wertschöpfungsfaktor in Deutschland, sowohl als Primär- als auch als Sekundärbranche. Doch was bedeutet das für die Software-Branche? Der Verein der Karlsruher Softwareingenieure e.V. (VKSI) will Software Engineering als Ingenieurdisziplin sichtbar machen. Mitglieder des VKSI haben das „Karlsruher Manifest für Software Engineering“ initiiert. Sie mahnen bei der Industrie mehr Aufmerksamkeit für den Stand der Technik an, fordern eine bessere Ausbildung und lebenslanges Lernen für Software Ingenieure und wollen Schülerinnen und Schüler für den Beruf des Software-Ingenieurs begeistern.
Zum diesjährigen Karlsruher Entwicklertag werden vom 22. Juni bis zum 27. Juni über 600 Teilnehmer erwartet. Die Konferenz widmet sich dem Thema „Software Made in Germany – Strategien für den Entwicklungsstandort Deutschland“.
Karlsruher Manifest für Software Engineering: Software-Ingenieure vollziehen einen beständigen Wandel
Auf der Auftaktveranstaltung am 22. Juni, dem vom Verein der Karlsruher Softwareingenieure e.V. (VKSI) gestalteten „VKSI Day“ stellten die Initiatoren das Karlsruher Manifest für Software Engineering vor über 200 Besuchern aus Industrie und Hochschulen vor. [www.vksi.de/karlsruher-manifest.html]
„Software wird in Deutschland weder als Primärbranche, noch als Sekundärbranche ausreichend wahrgenommen. Die Bedeutung der Software-Branche ist in Deutschland aber mit der des Automobilbaus vergleichbar“ erläuterte Professor Reussner, Lehrstuhlinhaber am KIT und einer der Initiatoren des Karlsruher Manifests seine Beweggründe.
Matthias Grund, Vorstand des Karlsruher Software-Spezialisten andrena objects ag ergänzte mit einer weiteren Motivation für das Manifest: „Wir finden in der industriellen Praxis immer wieder Software vor, die bei Design und Codierung weit hinter dem Stand der Technik zurückliegt. Das liegt“, so Matthias Grund, „daran, dass Software Engineering zu wenig Beachtung findet. Das verursacht eine gewaltige Verschwendung von Geld und Arbeitskraft.“
Umfrage-Ergebnisse: Wie steht es um die Ausbildung unserer Software-Ingenieure?
Der Verein der Karlsruher Software Ingenieure e.V. hatte zuvor gemeinsam mit der Fachzeitschrift „OBJEKTspektrum eine Umfrage zum Thema „Wie steht es um die Ausbildung unserer Softwareingenieure?“ durchgeführt. Jens Coldewey, der Chefredakteur des OBJEKTspektrum, hat die ersten Ergebnisse auf dem VKSI Day vorgestellt. Coldewey warnte: “Wenn wir weiter in der Weltspitze mitmischen wollen, brauchen wir eine neue, intensive Diskussion über Inhalte und Formate der Informatikausbildung!“
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Susann Mathis [post(at)susann-mathis.de] Telefon 0721 3842435.
