Software-Metriken und -Visualisierung

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Datum/Zeit
07.05.2014
18:30 - 20:00
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Veranstaltungsort
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Fakultät für Informatik Gebäude 50.34 Hörsaal -101

Kategorien


„Was man nicht messen kann, kann man nicht kontrollieren“ ist ein Zitat von Tom DeMarco, das jeder, der mit Software Entwicklung und Projekten zu tun hat irgendwann einmal hört oder ließt. Aber auch Tom DeMarco hat diese recht harte Aussage inzwischen etwas relativiert und es gibt wohl wenige Themen, die immer wieder so kontrovers diskutiert werden, wie die Messung von Software Qualität.
Gerade deshalb freuen wir uns auch, dass wir für diese Sneak Preview drei Sprecher gewinnen konnten, die über Erfahrungen, Nutzen, die praktische Anwendung, aber auch genauso über die Gefahren und Risiken des Einsatzes von Software Metriken berichten.

Wie immer ist uns bei den Sneak Previews auch die Möglichkeit zur Kommunikation und zum Networking wichtig, so dass wir sowohl in der Pause als auch nach den Vorträgen noch ausreichend Zeit für Gespräche eingeplant haben.

Zeitplan

18:00 – 18:05 Begrüßung
18:05 – 18:35 Software-Messung: Fakten und Irrtümer – Dr. Florian Deißenböck (CQSE GmbH)
18:35 – 19:05 Metriken, Patterns und Refactoring – Prof. Oliver Hummel, (KIT/Universität Mannheim)
19:05 – 19:20 Pause
19:20 – 19:50 Beautiful Metrics: Visualisierung von Metriken – Tobias Getrost (CGI Germany GmbH & Co. KG)
19:50 – 20:20 Paketzyklen – Diagnose, Therapie und Prophylaxe – David Burkhart & Marc Philip (andrena objects ag)
20:20 – 20:30 Diskussions- und Fragerunde, Networking

Die Referenten

Software-Messung: Fakten und Irrtümer – Dr. Florian Deissenböck

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Seit dem wir Software entwickeln, versuchen wir unterschiedlichste Aspekte von ihr zu vermessen. Seit den 1960er Jahre wurden mehr als 1.000 verschiedene Softwaremetriken vorgeschlagen, die dazu dienen sollen, die Größe, Komplexität und Qualität von Softwaresystemen zu quantifizieren. Dieser Vortrag erläutert, warum nur sehr wenige dieser Metriken in der Praxis tatsächliche Anwendung finden und wie selbst diese oft missbraucht werden. An Hand von Beispielen wird dargestellt, wie man typische Fallstricke der Softwaremessung vermeiden und die wenigen sinnvollen Metriken die es gibt gewinnbringend einsetzen kann.

Florian Deißenböck promovierte an der TU München im Bereich Softwarewartung. Als Gründer und Berater der CQSE GmbH hilft er Unternehmen, die Qualität ihrer Softwaresysteme zu evaluieren, zu verbessern und zu steuern. Darüber hinaus ist er aktiv an der Entwicklung des neuartigen Analysewerkzeugs Teamscale beteiligt.

Metriken, Patterns und Refactorings – Prof. Oliver Hummel

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Qualitativ mangelhafte Softwaresysteme wie jüngst die Steuerungssoftware der Boeing 747-8 geraten immer wieder in die Schlagzeilen. Wie weit solche Probleme durch Metriken, Patterns oder Refactoring gelindert werden können, ist noch weitestgehend ungeklärt. In diesem Vortrag werde ich jüngste Erkenntnisse, nach denen Refactorings Metrikmesswerte oftmals negativ beeinflussen, diskutieren und zeigen, wie Kombinationen verschiedener Metriken dennoch zur Erkennung von “Design-Smells“ verwendet werden können.

Dr. Oliver Hummel ist Inhaber einer Juniorprofessur für Software Engineering an der Universität Mannheim und arbeitet momentan als Vertretungsprofessor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sein Hauptinteresse gilt systematischen Vorgehensweisen zur Entwicklung qualitativ hochwertiger Softwaresysteme.

Paketzyklen – Diagnose, Therapie und Prophylaxe – David Burkhart & Marc Philipp

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Sobald ein Softwaresystem mit Paketzyklen infiziert ist, besteht große Gefahr, dass sich diese Zyklen über die Zeit der Weiterentwicklung vergrößern und erweitern – sie wuchern. Die Begleiterscheinungen eines solchen Befalls sind gravierend: Schwierigere Modularisierung, erschwerte Verständlichkeit und damit auch teurere Weiterentwicklung. In diesem Vortrag wird am praktischen Beispiel gezeigt, wie eine gezielte Diagnose und Therapie von Paketzyklen durchgeführt werden kann. Weiterhin stellen wir eine wirksame Methode zur Prophylaxe für Softwarepatienten vor, die eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr mit Zyklen garantiert.

David Burkhart ist seit 2004 in der professionellen Softwareentwicklung tätig. Sein besonderes Interesse gilt dabei Clean Code Development, XP und SCRUM. Bereits in seiner Studien- und Diplomarbeit beschäftigte er sich mit TDD und Refactorings und ist heute für andrena objects sowohl als Softwareentwickler als auch als Trainer und Coach für agile Methoden tätig.

Marc Philipp arbeitet seit 2008 als Softwareentwickler und Trainer bei der andrena objects ag. Er engagiert sich als Organisator von Konferenzen wie den XP Days Germany, die dieses Jahr in Karlsruhe stattfinden. Außerdem arbeitet er an verschieden Open-Source-Projekten, wie JUnit und Project Usus, mit.

Beautiful Metrics: Visualisierung von Software Metriken – Tobias Getrost

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„Ein Bild sagt mehr als tausend Zahlen.“ Metriken ermöglichen es verschiedene Aspekte der Softwareentwicklung zu messen und zu vergleichen. Visualisierungen veranschaulichen die durch die Metriken gewonnenen Daten. Diese ermöglichen eine zielgerichtete Analyse. Der Vortrag stellt anhand von Praxisbeispielen verschiedene Visualisierungen vor.

Tobias Getrost arbeitet seit 2010 für die CGI (Deutschland) GmbH & CO. KG als Berater im Bereich Business Process Management und Enterprise Java. Als passioniertem Clean Code Developer liegen ihm Themen rund um Software Qualität, Continous Delivery und effiziente Entwicklungsmethoden am Herzen. Im Rahmen seiner Tätigkeit leitet er Workshops zum Clean Code Development und zur Software Qualität.

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