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Der VKSI ist nicht nur Mitveranstalter des Entwicklertags Karlsruhe 2019 sondern hat die Entwicklerkonferenz auch für die Auszeichnung von Nachwuchs genutzt. Am 4. Juni 2019 fand im Rahmen des Entwicklertags Karlsruhe 2019 die diesjährige Verleihung des VKSI-Preises statt.

Mit diesem Preis des Vereins der Karlsruher Software-Ingenieure (VKSI) e.V. werden jedes Jahr besondere Abschlussarbeiten, sowie herausragende Leistungen in der Lehre des Software Engineerings ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde auch ein besonderer Beitrag in der Ausbildung zum Software Engineering gewürdigt.

Wir dürfen zu diesen Auszeichnungen herzlich gratulieren:

  • Frederick Reiche (KIT, Grundlagen der Softwaretechnik) - Ansätze zur Modularisierung im Kontext monolithischer Simulationen. Diese Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 750 EUR versehen.
  • Mike Herich (HS-KA, Angewandte Softwaretechnik) - Representing and modeling domain-specific knowledge to automate question answering of a digital assistant. Diese Auszeichnung ist ebenfalls mit einem Preisgeld von 750 EUR versehen und wurde von unserem Mitglied andrena objects ag gesponsert.
  • Vitali Dettling (HS-KA, Angewandte Softwaretechnik) wurde für eine sehr gute Abschlussarbeit - Usage of a Microservice Oriented Architecture to Distribute Database Tables in Scale out Installations -  gewürdigt.

Die Ausgezeichneten erhalten zusätzlich eine 2-jährige, kostenlose Mitgliedschaft im VKSI e.V.

Verleihung des VKSI Preis 2019. vlnr. Stefan Schürle (Vorstand andrena objects AG), Mike Herich (VKSI Preisträger), Frederik Reiche (VKSI Preisträger), Vitali Dettling (VKSI Preisträger), Klaus Krogmann (Vorstand VKSI)
Stefan Schürle, Vorstand bei unserem Sponsor andrena objects AG, übergibt seinen Preis an Mike Herich
Rainer Neumann, Vorstand im VKSI, eröffnet den Entwicklertag 2019 in Karlsruhe.

Hier finden Sie die weiteren Fotos des Entwicklertags, sowie der Preisverleihung: https://entwicklertag.de/fotos/2019/karlsruhe/ETKA19/

Seit seinem Entstehen im Jahr 2008 ist dem Verein der Karlsruher Softwareingenieure (VKSI) e.V. die Förderung des Nachwuchses in dieser Branche ein besonderes Anliegen.

Seit 2014  gibt es daher den VKSI Förderpreis für herausragende Leistungen in der Lehre des Software Engineerings sowie für besondere Abschlussarbeiten.

Die Preisverleihung 2018 fand am 20. Juni im Rahmen des Karlsruher Entwicklertags statt, die Preise wurden in diesem Jahr durch Herrn Dr. Friedrich Georg Höpfner übergeben.

Wir gratulieren den 4 Preisträgern herzlich zu ihrem Erfolg.

  • Sandro Koch, (angewandte Softwaretechnik) - Automatische Vorhersage von Änderungsausbreitungen am Beispiel von automatisierungssystemen – Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 375,- € versehen.
  • Adrian Engelhardt, (angewandte Softwaretechnik) - Improving Semantic Change Analysis by Combining Word Embedding Models with Word Frequencies – Auch hier beträgt das Preisgeld 375,- € .
  • Tobias Hey, (Grundlagen der Disziplin) - Kontext- und Korreferenzanalyse für gesprochene Sprache – Für diese Auszeichnung beträgt das Preisgeld 750,- €.
  • Philipp Merkle (Lehrpreis) - Praktikum Softwarekatastrophen - Auch für den Lehrpreis wurde ein Preisgeld von 750,- € angesetzt.

Die Ausgezeichneten erhalten außerdem eine 1-jährige, kostenlose Mitgliedschaft im VKSI e.V.

Verleihung des VKSI-Preis 2018. vlnr. Rainer Neumann, Sandro Koch, Tobias Hey Philipp Merkle, Adrian Engelhardt, Friedrich Goerg Höpfner
VKSI-Preis 2018 Auditorium

Ein Team aus 4 Studierenden der Hochschule Karlsruhe gewann den diesjährigen HackZurich - Europas größten Hackathon. Das Team setzte sich in 3 Tagen und 2 Nächten gegen eine hochklassige Konkurrenz durch.

Die 4 Wirtschaftsinformatiker konnten die Jury mit ihrer Anwendung zur Unterstützung von Rettungskräften im Notfall überzeugen und gewannen so den mit 5000 SFR dotierten Preis.

Herzlichen Glückwunsch an das Team!

Mehr Informationen unter https://www.hs-karlsruhe.de/presse/studentisches-team-der-hochschule-karlsruhe-gewinnt-hackzurich-europas-groessten-hackathon-mit-5-000-bewerbern-und-mehr-als-500-teilnehmern/

Vortragsraum
VKSI Sneak Preview: Big Data implements Datenschutz?

In der Sneak Preview mit dem kontroversen Titel "Big Data implements Datenschutz" wurden zwei hochaktuelle Themen der IT diskutiert: Die Verarbeitung großer Datenmengen aus der Besuchsanalyse von Webseiten in Echtzeit sowie der Themenkomplex Europäische Datenschutzgrundverordnung mit Änderungen am Bundesdatenschutzgesetz. Beide Vorträge werden als Videoaufzeichnung zur Verfügung gestellt.

Real Time Analytics – In Echtzeit Web Traffic analysieren

Referenten: Manfred Weber und Dominik Smasal, 1&1

Manfred Weber und Dominik Smasal, 1&1, Real Time Datenverarbeitung

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Referent: Timo Schutt, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht Timo Schutt, Partner der Kanzlei Schutt, Waetke Rechtsanwälte

Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht Timo Schutt, Partner der Kanzlei Schutt, Waetke Rechtsanwälte

Auf der gut besuchten Veranstaltung mit anschließender Netzwerkrunde bei Getränken und Brezeln kamen rege Diskussionen während und nach der Veranstaltung auf.

Unterstützung

Logo des DIZ | Digitales Innovationszentrum
DIZ | Digitales Innovationszentrum

Die Veranstaltung fand mit Unterstützung durch das DIZ | Digitales Innovationszentrum statt. Ziel des DIZ ist es, den Mittelstand in Baden-Württemberg und die Landespolitik im digitalen Wandel zu unterstützen. Das Vorhaben wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wochungsbau BW.

Auf der bunten Veranstaltung am 17.05.2017 war unser Programm vollgepackt. Dazu zählte unter anderen der Kick-Off zur MINT-Region Karlsruhe. Ferner wurden diverse Preise verliehen und Nachwuchsförderung der

Preisträger des VKSI-Preis unter Schirmherrschaft von OB Mentrup:

  • 750 EUR für Dominik Werle, KIT für die beste Abschlussarbeit im Software-Engineering
  • 750 EUR für Ralph Hansmann, Pädagogische Hochschule Karlsruhe für die besondere der Ausbildung und Förderung des IT-Nachwuchs

Förderung von Technik-AGs im Rahmen der Karlsruher Technik-Initiative durch den VKSI:

  • 3500 EUR für das Coperenicus-Gymanasium Philippsburg (Esther Neuß)
  • 3500 EUR für die Realschule Neureut (Lars Thoma)
  • 2500 EUR für die Element-i-Grundschule Technido (Stefan Schwarz)

Vielen Dank an:

  • Bismarck Gymnasium Karlsruhe für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Koordination vor Ort
  • Teams RoBoss und RobCross vom Bismarck-Gymnasium
  • Technik-Team des St. Dominikus-Gymnasiums
  • Technik-Team des Lessing-Gymnasiums
  • an das FabLab für die 3D-Drucker-Demonstration und die Vorstellung des FabLabs
  • an das CyberForum für die Förderung und Heimat der MINT Koordinationsstelle

 

Autonomes von Schülern entwickeltes Fahrzeug

Linienverfolger von Schülern gebaut

Dirk Fox von der Karlsruhe Technik-Initiative im Gespräch mit einem der Schüler-Entwickler

Die Roboter-Exponate waren stark gefragt und gut besucht.

Preisträger des VKSI-Preis und der Anschubfinanzierung für Technik-AGs an Schulen

Dominik Werle: VKSI-Preisträger für die beste Abschlussarbeit

Ralph Hansmann: VKSI-Preisträger für Nachwuchsförderung

Lars Thoma von der Realschule Neureuth nimmt die Anschubfinanzierung für eine Technik-AG entgegen.

Esther Neuß vom Copernicus-Gymnasium nimmt die Anschubfinanzierung für eine Technik-AG entgegen.

Stefan Schwarz von der Element-i-Grundschule Technido nimmt die Anschubfinanzierung für eine Technik-AG entgegen.

Dr.-Ing. Christoph Schlenzig vom VKSI begrüßte die Gäste

Smart Case Illustration

Unser Mitglied, Alexander Wachtel hat mit seinem Team beim Microsoft Imagine Cup sowohl fürs KIT als auch für Region Karlsruhe ordentlich abgeräumt.

Insgesamt standen 9 Teams in München in der Endausscheidung für Deutschland und das Team um Alexander Wachtel hat mit der Applikation SmartCase den 1. Preis erhalten und fährt jetzt nach Seattle zur weltweiten Endausscheidung.

SmartCase ist die innovative Kombination aus einer Multi-Plattform-Applikation und einer Hardwarekomponente, die sich an Gepäckstücken befestigen lässt, mithilfe derer Reisende ihr Gepäck überwachen und Diebstähle durch Signalleuchten am Gepäckstück verhindert werden können.

Mit SmartCase erhalten Reisende mehr Sicherheit vor Gepäckdiebstählen, indem die Entfernung des Besitzers zum Gepäckstück überwacht wird. Sollte das Gepäckstück gestohlen werden, bekommt der Benutzer eine Benachrichtigung am Smartphone und das Signallicht am Koffer wechselt von grün zu rot. So ist nach außen hin sichtbar, ob ein Gepäckstück zu einer Person gehört oder ob es möglicherweise in dem Moment gestohlen wird.

Pitchvideo:

Bilder und weitere Infos finden Sie bei Twitter: @SmartCaseDev

Wie auch in 2015 schreibt der VKSI in 2016 folgende drei Preiskategorien aus

  • Preiskategorie „Lehre“ zur Förderung der Software-Technik-Lehre
  • Preiskategorie Beste Abschlussarbeit im Bereich „Grundlagen der Disziplin“
  • Preiskategorie Beste Abschlussarbeit im Bereich „Beispielhafte Anwendung von Softwaretechnik innerhalb oder außerhalb der Informatik“

Das Preisgeld beträgt jeweils 750 EUR.

Weitere Details siehe Aufruf Förderpreis.

Einreichungen müssen mit allen Unterlagen bis zum 14.11.2016 eingegangen sein. Als Unterlagen sind einzureichen die Abschlussarbeit und Lebenslauf (elektronische Fassung ausreichend) sowie ein Empfehlungsgutachten des vorschlagenden Professors an folgende Adresse:

Foerderpreis@vksi.de

oder

Präsidium des VKSI
c/o Forschungszentrum Informatik (FZI) Haid-und-Neu-Straße 10-14
76131 Karlsruhe

Big Data war eines der in den vergangenen beiden Jahren wohl am meisten strapazierten Schlagwörtern. Die Praxis zeigt, dass dieses Thema kein Hype ist, der wieder abebbt, sondern dass sich nach der zunächst sehr technisch geprägten Diskussion die vielfältigen Einsatzgebiete zeigen.

Am 9. März 2016 fand dazu die VKSI Sneak Preview statt, mit dem Thema  „Big Data: Ein Jahr nach dem Hype“. Direkt im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die VKSI-Preis für herausragende studentische Arbeiten verliehen. Den Bericht zu den Vorträgen und den Preisträgern lesen Sie unten:

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HubschneiderDer gebürtige Schwabe Hans Hubschneider studierte ursprünglich Mathematik und Physik an der Universität Karlsruhe (heute KIT) und wechselte dann zum damals noch jungen Fach Informatik. Bei seiner Arbeit als Operator im Rechenzentrum fiel ihm auf, dass das Bauingenieurwesen etwa so viel Rechenzeit wie die theoretische Physik verschlang, und fahndete nach der Ursache.

Die Bauingenieure wiederum hatten gerade angefangen, das individuelle Fahrverhalten zu simulieren und suchten dafür dringend Informatiker. Der Fortgang der Geschichte erzählt sich daher fast von selbst: Verkehrswesen wurde als neues Nebenfach der Informatik eingeführt, Hubschneider stieg am Institut direkt in den Bereich Verkehrssimulation ein und modellierte in seiner Dissertation den Komplex »Fahrverhalten in der Stadt«, bis er schließlich gemeinsam mit Michael Sahling die PTV (damals als Planungsbüro Transport und Verkehr) gründete, die er von 1981 bis 2011 als Geschäftsführer, Vorstandssprecherund zuletzt als CEO leitete, und die mit mehr als 600 Mitarbeitern internationaler Marktführer auf dem Gebiet der »Planung und Optimierung von Mobilitätssystemen« ist. Doch inzwischen gilt seine Leidenschaft den erneuerbaren Energien und dem Netzwerk fokus.energie.

Sie hatten eine Stelle an der Universität Karlsruhe, aus welchem Anlass haben Sie sich dann entschlossen, die PTV zu gründen?

Hubschneider: Unser Know-how zur Verkehrsoptimierung stieß auch andernorts auf großes Interesse; die PTV haben wir 1979 für diese Anfragen gegründet. Parallel dazu haben wir zunächst weiter am Institut gearbeitet, aber nachts durften wir die Rechner für unsere eigenen Projekte laufen lassen. In den folgenden Jahren immer mehr Freunde und Kollegen aus dem Institut zur PTV, außerdem haben uns unsere Professoren sehr unterstützt. Die von uns entwickelte Simulationssoftware haben wir dann später dem Institut abgekauft. Zunächst haben wir uns aber auf die Felder Logistik und Transport konzentriert. Mit Verkehrsplanung und -simulationen haben wir erst wieder Mitte der achtziger Jahre begonnen. Dazu konnten wir dann unsere eigenen Modelle verwenden.

Solche Simulationen ergeben vermutlich übergreifend interessante und verallgemeinerbare Modelle für die Gesellschaft…

Hubschneider: Alles, was wir bei der PTV machen, zielt darauf, zu verstehen, wie Menschen agieren und wie sie Entscheidungen treffen, und dieses Wissen in Computermodelle umzusetzen. In der Verkehrsplanung zum Beispiel klassifizieren wir ausgehend von Merkmalen wie Wohnort, Beruf, Familienstand etc. wir das individuelle Verkehrsverhalten in relevante verhaltenshomogene Gruppen und können so Entwicklungen abschätzen. Man muss das Verhalten im Kleinen verstehen, um im Großen modellieren zu können, wie sich Pendlerströme zusammensetzen und wie Berufs- oder städtische Wirtschaftsverkehre aussehen. Für die Emirate konnten wie mit dieser Methode prognostizieren: Wenn Ihr so wachsen werdet, wie Ihr das vorhabt, könnt Ihr den Verkehr der Zukunft nicht mit einer sechs-, acht- oder zwölfspurigen Straße bewältigen; die Region braucht vielmehr ein Nahverkehrssystem mit S- und U-Bahnen, mit Straßenbahnen und einem Busnetz. Unsere Argumente haben überzeugt und unser Konzept wurde umgesetzt.

Verkehrsplanung war also schon immer Big Data.

Hubschneider: Natürlich. Wenn wir über ein Verhaltensmodell für Deutschland reden, dann handelt es sich dabei um Verkehrsbeziehungen zwischen 40.000 Zellen, wobei eine Zelle etwa 2.000 Einwohner umfasst. Tatsächlich geht man im Verkehrsbereich immer mit extrem vielen Daten um: Man baut Datengrundlagen anhand der Ergebnisse von Befragungen und Messungen, damit erstellt man ein Modell und gleicht dieses mit der Realität ab. Heute sammelt man möglichst viele Daten aus dem aktuellen Verkehrsgeschehen und baut darauf die Steuerung auf, um etwa Staustrecken durch großräumige Ampelsteuerungen oder Alternativrouten für die Navigationssysteme zu entlasten.

Seit 2011 haben Sie nun Ihren Schwerpunkt auf die »Erneuerbaren Energien« verlagert. Gibt es hier einen direkten Zusammenhang?

Hubschneider: Mein erster Kontakt mit der Energie kam tatsächlich über den Verkehr zustande: Ich habe ab 2010 in der »Nationalen Plattform Elektromobilität« mitgearbeitet. Dort konkurrierten zwei Studien zur Ladeinfrastruktur – die eine kam von der Automobilindustrie, die andere von den Energieversorgern. Wir als PTV wurden dann gebeten, aus den beiden sehr unterschiedlichen Ansätze ein integriertes Konzept für den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Dabei habe ich viel über die ganz anderen Randbedingungen im Sektor »Energie« gelernt.

Aber die erneuerbaren Energien waren dann nicht der Grund, dass Sie die PTV verlassen haben.

Hubschneider: Nein, überhaupt nicht. Ich hatte mir schon lange vorgenommen, mit 60 noch etwas Neues anzufangen, und konnte das auch tun, da ich einen guten Nachfolger hatte. Ich bin dann in den Energiebereich eingestiegen, unter anderem in einem Think Tank des BDI* zum »Internet der Energie«, den ein Karlsruher Kollege (Professor Orestis Terzidis, KIT) leitet. Ein weiteres Engagement bei AVA-CO2 (das Unternehmen beschäftigt sich mit der hydrothermalen Karbonisierung von Biomasse) war dagegen aus einem privaten Investment entstanden. Dort heißt meine Rolle »External Affaires«, also insbesondere Kontaktaufbau zu Umwelt- und Genehmigungsbehörden sowie zu den Forschungs- und Innovationsförderern. Darüber bin ich dann auch in Verbindung zu KIC InnoEnergy gekommen, einer europäischen Initiative zur Innovationsförderung im Energiebereich. So habe ich mich noch stärker mit dem Thema Energie auseinandergesetzt und hatte (und habe) das Vergnügen, ganz viel Neues zu lernen. Das war für mich persönlich die absolut richtige Entscheidung, ich konnte mir ein ganz neues Feld erarbeiten und gleichzeitig auf vieles zurückgreifen, denn im Grunde kann man auch Energieflüsse wie den Verkehr modellieren.

Inzwischen haben Sie bei KIC InnoEnergy eine entscheidende Rolle in der Innovationsförderung eingenommen.

Hubschneider: Naja, ich bin im Aufsichtsrat des EIT, dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie und vertrete dort unter anderem das KIC InnoEnergy – es gibt jedoch noch weitere solcher KICs (Knowledge and Innovation Communities) in anderen Segmenten. Das europäische Unternehmen KIC InnoEnergy investiert in Innovationen im Energiesektor und will damit ein nachhaltiges Energiesystem für Europa unterstützen. Die EU reagiert mit diesem Konzept auf die Erkenntnis, dass wir im weltweiten Vergleich zu wenig für die Innovationsförderung tun. In Europa bringt nun das KIC InnoEnergy sein Beziehungsnetzwerk ein, um Projekte und Gründungen gemeinsam mit ihren Initiatoren weiter zu entwickeln und Unternehmen mit neuen Produkten in die Märkte zu helfen. Im Energiebereich handelt es sich ja fast immer um substanzielle Investitionen: Eine Demo-Anlage kann schon mal mehrere Millionen Euro kosten, das kann ein kleines und junges Unternehmen nicht so einfach leisten. Noch dazu ist der Energiemarkt reguliert und jede Art von Innovation ist auf Kooperation angewiesen. In unserem Partnernetzwerk sind viele große Energieunternehmen als Gesellschafter beteiligt und so bekommen junge Unternehmen Zugang zu diesem Netzwerk.

Innovationsförderung interessiert Sie schon lange, Sie sind ja auch seit mehr als 15 Jahren Beiratsvorsitzender in der Karlsruher Technologiefabrik, in der junge Unternehmen in der Anfangsphase eine Heimat bekommen. Außerdem haben Sie nun die Organisation fokus.energie gegründet. Was bezwecken Sie mit diesem Netzwerk?

Hubschneider: Ein bisschen nach dem Vorbild des Cyberforums haben wir vor etwa einem Jahr ein neues Energie-Netzwerk gegründet, das die Ziele verfolgt, mehr Aufmerksamkeit für unsere Energiekompetenz zu gewinnen, Gründer aus der Region zu fördern und den Austausch und das effiziente Zusammenspiel der Player aus Wirtschaft, Forschung und Politik zu unterstützen. Es dient damit der Förderung unseres regionalen EnergieClusters, um hier neue Technologien im Bereich erneuerbarer Energien zu entwickeln. Mit gebündelten Kräften stärken wir die Region Karlsruhe und erhöhen wir deren Sichtbarkeit. fokus. energie hat inzwischen schon mehr als 50 Mitglieder und die wesentlichen Institutionen an Bord. Das Thema bewegt sich und wächst: Dieses Energie-Netzwerk ist gerade meine Hauptbeschäftigung.

Sie haben sich also vollständig der Innovationsförderung und den Netzwerken verschrieben, vermissen Sie nie die IT?

Hubschneider: Nein, denn die IT ist eine der Grundlagen, auf der alle Technologien aufbauen. Deswegen habe ich damit dauernd zu tun. Doch wenn man viele Leute kennt und so lange Jahre so viele Beziehungen geknüpft hat und diese weiter aufbauen und pflegen kann, sieht man, dass man etwas bewegen kann. Die Kunst besteht darin, Dinge zueinander in Beziehung zu setzen und Menschen zusammenzubringen. Die PTV hat sich immer dort besonders gut entwickelt, wo wir Dinge neu verknüpft haben, die vorher nichts miteinander zu tun hatten: Als wir mit der Verkehrsplanung begonnen haben, gab es auf der einen Seite die Planer für den Autoverkehr und auf der anderen Seite die Planer für den Bus- und Straßenbahnverkehr. Wir haben das erste System gebaut, in dem man integriert planen konnte. Und die Erfahrungen aus solchen integrierten Planungssystemen kann man auf weitere Branchen übertragen.

Und was sagen Sie jemandem, der darüber klagt, dass die Stromkosten wegen der EEG-Umlage höher geworden sind?

Hubschneider: Statt zu klagen, dass wir pro Jahr 50 Euro mehr Stromkosten haben, sollten wir das große Ganze betrachten: Inzwischen haben auch die Entwicklungs- und Schwellenländern echte Alternativen zur Atomkraft und zur Kohle- und Gaskraftwerken. Draußen in der Welt sieht man, dass Deutschland mit dem EEG die entscheidenden Investitionen in Windenergie und Fotovoltaik angestoßen hat – und sonst niemand. Wir haben damit eine Entwicklung auf den Weg gebracht, die die Welt ver- ändert. Wir sollten darauf stolz sein.

Vielen Dank für das Interview, Herr Hubschneider. (Susann Mathis)

CitrixCitrix Mobility Apps, eine Business Unit der Citrix Systems, Inc. (Nasdaq: CTXS), gehört zu den globalen Marktführern multimedialer Online-Kommunikationslösungen, Remote-Connectivity, Web-Collaboration und Video-Conferencing.

Mit mehr als 100 Software-Ingenieuren ist Karlsruhe mittlerweile einer der größten Entwicklungsstandorte von Citrix Mobility Apps. Die Entwicklungsschwerpunkte der verschiedenen Scrum-Teams liegen im Bereich anspruchsvoller verteilter Software-Anwendungen, wobei sich der technische Rahmen vom service-orientierten Backend bis zur Desktop-Anwendung (Windows, Mac) und vom Web-Frontend bis zur mobilen App (iOS, Android) spannt. Gleichzeitig ist die tägliche Arbeit in den Teams durch Agilität, ein großes Qualitätsbewusstsein und Software Craftsmanship geprägt.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Mitgliedschaft im VKSI und heißen Citrix Mobility Apps herzlich im VKSI willkommen!

VKSI Magazin 13 DeckblattEine Vielzahl von beeindruckenden Anwendungsszenarien in Domänen wie Medizin, Vekehr, Energie und Umwelt überzeugen uns vom Nutzen von Big Data. In der 13. Ausgabe des VKSI Magazines werfen wir daher einen Blick auf die verschiedenen Facetten dieses Begriffes: Autoren der ISB AG machen sich Gedanken über Master Data Management (MDM), die Exensio GmbH schreibt über Einsatz und Nutzen von NoSQL-Datenbanken und in der Rubrik "Karlsruher Köpfe" spricht Hans Hubschneider, Gründer der PTV AG,  über sein Projekt "fokus.energie".

Ausserdem in dieser Ausgabe:

  • Karlsruher Köpfe: Hans Hubschneider - Menschen und Projekte verbinden
  • Von Big Data zu Smart Data - Wettbewerbsvorteil durch Wissen
  • Karlsruher Softwaregespräch: SmartEnergyHub mit Aydin Mir Mohammadi und Christoph Schlenzig
  • Gameforge-Porträt: Play The World
  • Nachwuchsförderung: Überwältigende Resonanz auf Karlsruher Technik-Initiative

Viel Vernügen bei der Lektüre, entweder des gedruckten Magazins, der Online-Click-Ausgabe oder dem PDF.

Preisverleihung des VKSI mit Oberbürgermeister Mentrup

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Von links: Thomas Lüdtke (Technologiepark GmbH), Professor Dr. Ralf Reussner (KIT/FZI), Professor Dr. Rainer Neumann (Hochschule Karlsruhe - Wirtschaft und Technik), die Preisträger: Kiana Rostami, Alexander Wachtel, Christian Stier, Korbinian Molitorisz, Dr. Erik Burger, Misha Strittmatter. Stefan Schürle (andrena objects ag), Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Ganz im Zeichen der Netzwerke stand die Veranstaltung des Vereins der Karlsruher Software-Ingenieure (VKSI) im Forschungszentrum Informatik: Christian Mähler  von der PTV Group präsentierte unter dem Titel "Intelligenter Verkehr aus Karlsruhe" softwaretechnische Einblicke in die Verkehrsoptimierung für LKWs und PKWs, Dr. Thomas Schuster von esentri AG und Gastwissenschaftler am FZI stellte mit RegioMOVE die Vision für einen Mobilitätsverbund vor, in dem die Anbieter Mobilität ihre Angebote intermodal - also Verkehrsmittelunabhängig – miteinander vernetzen.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des VKSI Förderpreises. Stifter des Preises sind die andrena objects ag und der Technologiepark Karlsruhe. Ausgezeichnet wurden durch die jeweils mit 750 EUR dotierten VKSI-Förderpreise:

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bizplay logoHoch, runter, hoch, runter, A, B Start, select - Wenn es im „Real Life“ nur so einfach wäre, mit einer Tastenkombination im Modus der Unbesiegbarkeit seine Ziele zu erreichen. Doch auch ohne „Cheats“ und „God-Mode“ werden Game- Elemente und Game-Design zunehmend im Business-Alltag eingesetzt: etwa um schnöde Aufgaben für Mitarbeiter attraktiver zu machen, um spielerisch neue Produkte zu entwickeln oder um Kunden leichter für ein Unternehmen zu begeistern. Die 2. bizplay findet am 29. und 30. September im Alten Schlachthof Karlsruhe statt. Weiterlesen

Mehrheiten für den Vorstand von Wibu-Systems

Karlsruhe – Beim ersten Spitzentreffen der Markt&Technik, die unabhängige Wochenzeitung für Elektronik, am 18. Juni wurde Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer der Wibu-Systems AG, von den Lesern der Markt&Technik zum „Manager des Jahres“ in der Rubrik „Automation“ gewählt. In den Kategorien Halbleiter, Elektromechanik, Stromversorgungen, Embedded Systems, Automation und Messtechnik erhielten je drei Manager mit den höchsten Stimmanteilen eine Auszeichnung. Über 3000 Leser hatten ihre Stimmen auf insgesamt 56 von der Redaktion nominierte Manager verteilt.

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Klaus Tschira
(c) Tim Wegner

Ein Nekrolog beginnt naturgemäß mit dem Ende: Tschira starb am 31. März 2015 unerwartet an einem Herzinfarkt. Doch sein Schaffen und nicht zuletzt seine Stiftungen werden ihn noch lange überdauern. Nach Abitur und Physik-Studium in Karlsruhe arbeitete der 1940 in Freiburg geborene Tschira von 1966 bis 1972 als Systemberater bei IBM in Mannheim. 1972 war Tschira einer der fünf Gründer der Systemanalyse und Programmentwicklung GbR in Weinheim, aus der 1988 die SAP AG hervorging. 26 Jahre später wechselte er in deren Aufsichtsrat. Seit diesem Rückzug aus dem SAP-Tagesgeschehen war Tschira als Mäzen und Förderer tätig. Der Wein- und Musikliebhaber und zweifache Familienvater kochte gerne, so kann man lesen, und ließ anscheinend nie jemanden im Regen stehen. Sein unerwarteter Tod rief viele bestürzte Reaktionen hervor. Bewundernde, liebevolle und traurige Nachrufe haben sein Leben, seine Leistungen und seine Persönlichkeit ausführlich gewürdigt, im Folgenden zitieren wir einige Auszüge: 

Der Software-Milliardär:

David Jolly, New York Times: »Klaus E. Tschira, whose pioneering role in the business software revolution made him one of Germany’s richest men, died on Tuesday in Heidelberg. He was 74. (…) »We wanted to develop the software within IBM,« Hasso Plattner, one of Mr. Tschira’s colleagues at the time, said in an interview. »But the conditions weren’t right. Management probably didn’t see the potential.« (…) So Mr. Tschira, Mr. Plattner and three other colleagues — Dietmar Hopp, HansWerner Hector and Claus Wellenreuther — left IBM to develop the software on their own. They formed a company called SAP, short for Systems, Applications and Products in Data Processing. (…) »We had no computer of our own, so we had to work on customers’ computers, usually at night,« Mr. Plattner said. »That was stressful.« (…) Though it was »a team effort,« Mr. Plattner said, Mr. Tschira played a major role in developing all three of those products and led the development of software used by human resources departments to manage hiring, payroll processing and employee records.«

Der Kommunikator:

Bei der Gründung des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (NaWik) sagte Klaus Tschira am KIT: »Ich bin fest davon überzeugt, dass die Wissenschaft eine Bringschuld hat, der Öffentlichkeit ihre Erkenntnisse und Denkweisen näherzubringen.« Prof. Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft schreibt: »... gründeten die Klaus Tschira Stiftung und das Karlsruher Institut für Technologie 2012 das NaWik, dessen Kooperationspartner von Beginn an der Verlag Spektrum der Wissenschaft war. Auch wenn ihm Wertschätzung für Wissenschaft sehr am Herzen lag, war Klaus Tschira nicht darauf aus, die Gesellschaft aus allen Kanälen gleichsam mit Forschung zu beschallen. Marketing und eine überzogene Darstellung von Errungenschaften der Wissenschaft, wie sie regelmäßig zu lesen, zu hören und zu sehen sind, waren sein Ding nicht.«

Der Astronom:

Wegen seines Engagements im Rahmen der Entwicklung des Kleinsatelliten DIVA wurde im Jahr 2000 ein Asteroid nach ihm benannt. Markus Pössel, www.haus-der-astronomie.de, schreibt: »Klaus Tschira saß stets ein jungenhafter Schalk im Nacken. Unumwunden erzählte er jedem, wie er als Schüler von seinen Karlsruher Klassenkameraden »Planetenheini« gerufen wurde, weil er sich brennend für Astronomie und Naturforschung interessierte. Wohl auch aus dieser Erfahrung heraus setzte sein späteres Engagement für die Wissenschaftskommunikation bereits im Kindergarten an. So gründete er die Forscherstation, welche bereits viele Erzieher sowie Grundschulpädagogen fortbildete (...) Doch er baute auch gerne: »Etwa das spektakuläre Haus der Astronomie am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, welches der Spiralgalaxie M51 nachempfunden ist. Oder – ganz aktuell – die »ESO Supernova« in Garching, die 2017 eröffnet werden soll.«

Der Gründer und Mäzen:

Bereits 1995 hatte Tschira die Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg gegründet, die sowohl Schüler für Naturwissenschaften und Informatik begeistern als auch Spitzenforscher unterstützten sollte. Sie ist bis heute eine der größten Stiftungen Deutschlands. Später kam das European Media Laboratory als Institut für angewandte Informatik hinzu. »Klaus Tschira war ein Mäzen, der seine lebenslange Leidenschaft für die Naturwissenschaften in unzählige Projekte gegossen hat«, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Er sei stets unprätentiös und auf die Sache konzentriert gewesen. »Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Seine prägenden Beiträge für die Wissenschaft werden wir sehr vermissen«, sagte Bauer. Seinem finanziellen Engagement ist es beispielsweise zu verdanken, dass das Deutsche Museum den Nachlass von Konrad Zuse erforschen kann, den Tschira der Familie Zuse abgekauft hatte. Mit der Gerda und Klaus TschiraStiftung kaufte er dem Freistaat Sachsen die Wilhelm-OstwaldGedenkstätte ab, um sie als »Denkstätte« für Biologen und Chemiker zu betreiben.«

Dietmar Hopp sagte über seinen verstorbenen Freund: »Auch in kritischen Phasen verlor er nie den Blick für das Wesentliche und Aufgeben war nie eine Option für ihn – das hat ihn für uns alle so wertvoll gemacht.«

Susann Mathis

Wenprof_trogen heute davon die Rede ist, dass Informatik alle Bereiche des Lebens durchzieht, dann folgen Beispiele wie: Software und Datenbanken sind zum zentralen Wirtschaftsgut der meisten Firmen geworden. Der Computer auf vier Rädern ist ein Automobil. Der Computer auf meinem Schreibtisch ist Teil eines gigantischen Geheimdienstapparats. Aber bislang nur selten stellt man sich die Frage, ob ein Orchester etwa ein musizierender Computer sein kann.

In Karlsruhe kann man dieser Frage auf den Grund gehen: An der Hochschule für Musik existiert ein weltweit einzigartiges Institut für Musikinformatik. Ein Institut, in dem nicht einfach erforscht und gelehrt wird, wie man mit Soft- und Hardware Musikerinnen und Musiker unterstützt, sondern ein Institut, in dem die Auffassung vertreten wird, dass das Programmieren eine dem Komponieren gleichwertige kreative Tätigkeit ist. Gründer des Instituts ist Professor Dr. Thomas A. Troge. Er studierte, parallel zu seinem Musikstudium, an der Universität Karlsruhe Ingenieurwissenschaften. Nach seiner Promotion baute Troge sein eigenes Forschungsbüro auf. In seinem wei- ßen Büro im schwarzen Neubau der Musikhochschule treffe ich ihn zum Interview.

Herr Professor Troge, wie wurde aus Ihrem Forschungsbüro ein Institut der Musikhochschule?

Professor Troge: Bei der Gründung des ZKM wurde ich von der Stadt Karlsruhe als Berater angeworben. In diesem Zusammenhang entstand an der Musikhochschule das Bedürfnis, eine Kooperation mit dem ZKM aufzubauen. Ich selber bin Pianist, habe aber auch schon erstmals ab 1972 versucht, am Computer Musik zu machen. Das ab 1989 an der HfM von mir aufgebaute Fach »Musikinformatik« – seit 2004 als Institut für Musikwissenschaft und Musikinformatik IMWI – wurde so benannt, um den Unterschied zu verwandten Angeboten wie etwa »Computermusik« oder »Music Technology« zu verdeutlichen.

An anderen Orten wird das Fach eher technisch orientiert gelehrt. Was ist das Besondere an der Musikinformatik in Karlsruhe?

Professor Troge: An anderen Universitäten sind vergleichbare Angebote in der Regel an den technischen Fakultäten angesiedelt. Dort wird das Fach im Prinzip als Informatik unterrichtet und man belegt ein paar zusätzliche Musikfächer, meistens sogar dann an einer anderen Hochschule. In Karlsruhe dagegen studiert man an der Staatlichen Hochschule für Musik, also einer Kunsthochschule. Hier ist die Musik das Dominierende, unsere Studierenden studieren in ständigem Kontakt zu Musikern aller Fächer. Wir versuchen, auch schon im Bachelorstudium, sehr breite Grundlagen zu legen und trotzdem schon gewisse Vertiefungsrichtungen anzubieten wie z. B.: Sonic Arts/Composition, Software for Creativity und den großen Bereich Audio-/Mediengestaltung, letzteres wollen wir umbenennen in »Künstlerische Medienproduktion«. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir ein exzellent ausgestattetes Computerstudio und außerdem seit knapp zwei Jahren einen hervorragenden Multimediasaal in der Hochschule haben.

Und wie unterscheiden Sie sich im internationalen Vergleich?

Professor Troge: Zum einen durch eben diese Konzeption unserer Studiengänge. Wir kommen vom Künstlerischen her und machen uns die Informatik zum Werkzeug; zum anderen fragen wir umgekehrt auch, inwieweit sich die Musik informationstheoretisch betrachten lässt. Weltweit einzigartig ist auch, dass unser Studiengang wirklich alle Bereiche der Musikinformatik beinhaltet, von der ‚banalen’ digitalen Audiotechnik bis zur Frage, ob ein Computersystem eines Tages auch zu etwas Ähnlichem wie »künstlerischer Kreativität« fähig sein kann oder nicht. Die anderen Studiengänge, etwa in den USA oder in Frankreich, heißen etwa »Computer Music« oder »Music Technology« oder drücken auf andere Art und Weise aus, dass es sich bei der Musik um eine Ergänzung handelt. Oder man kann das Fach Computermusik belegen, dieses beinhaltet dann allerdings nur den rein kompositorischen Aspekt.

lautsprechermatrixStudio des Instituts für Neue Musik und Medien mit variabler Lautsprechermatrix

Auf Ihrer Website steht, dass Sie sich unter anderem auch mit Kognitionswissenschaften bis hin zu Fragestellungen aus der Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz beschäftigen...

Professor Troge: Ja, wir betrachten die Musik auch von der Informationstheorie aus, das bedeutet, sich zu überlegen, was wird mit der Musik eigentlich transportiert. Musik ist eine Art von Information, aber es ist keine semantische, verbalisierbare Information, d.h. wir haben starke Anteile von Kognitionswissenschaft, psychologischer Akustik, Epistomologie, Emotionsforschung usw.. Wir beschäftigen uns mit der Frage: Was nehmen wir überhaupt wahr, aber auch umgekehrt mit der Frage: Wo kann die Informatik von der Musikinformatik profitieren, wie laufen eigentlich kreative Prozesse ab? Das ist aktuell das Hauptthema unseres Doktoranden-und Forschungskollegs. Das Ziel ist es, Simulationsmodelle zu entwerfen, mit denen man kreative Prozesse abbilden und dadurch besser verstehen kann, was bei Menschen passiert, wenn er komponiert, interpretiert oder Musik einfach nur hört.

Wie definieren Sie Kreativität?

Professor Troge: Inzwischen zeichnet sich ein gewisser Erkenntnisgewinn ab, sodass man inzwischen sagen kann, dass Kreativität einerseits ein völlig überbewerteter und in Mitteleuropa sogar mystifizierter Begriff ist. Was sich allmählich herauskristallisiert, auch durch die vielen Ergebnisse der neurophysiologischen Forschung in den letzten zwei Jahrzehnten, ist, dass Kreativität eine Grundeigenschaft jedes Säugetiergehirns ist. D.h. wir würden nicht überleben, wenn unser Gehirn nicht ständig die nächste Zukunft extrapolieren würde. Das wird anschaulich, wenn man überlegt, was ein Skifahrer macht, der auf eine Piste kommt und der in Sekundenbruchteilen weiß, wie er fahren muss, um den Hang hinunter zu kommen, ohne mit einem der anderen Skifahrer, einem Baum oder einer Pistenbegrenzung zu kollidieren und der genau weiß, welche Bewegungen er machen muss, um in der richtigen Haltung über einen Buckel auf der Piste zu fahren. Das Gehirn macht also in Sekundenbruchteilen vieles, was man allmählich heute mit den Rechnern simulieren kann: Es simuliert die Topographie des Geländes mit allen dynamischen Schwierigkeiten und extrapoliert eine oder mehrere mögliche Routen. Bei kreativ tätigen Menschen laufen ähnliche Dinge ab. Der Komponist sagt: Das Schwierigste an einer Komposition ist die erste Note. Bevor ich diese erste Note geschrieben habe, habe ich ein Universum von Möglichkeiten. In dem Moment, wo ich die erste Note geschrieben – ›gesetzt‹ – habe, wird dieser Möglichkeitsraum kleiner und verengt sich mit jeder weiteren Note, die ich dazu setze. Bis sich dann, wenn die Komposition gut läuft, die letzten Noten sich fast von selbst ergeben.

Das heißt, jedes Gehirn ist kreativ?

Professor Troge: Nicht allein das Gehirn, sondern die Gehirn-Körper-Einheit. Ein wichtiger Schritt in der Forschung war, dass man den Körper wieder einbezogen hat. Ich würde heute den Begriff der kreativen Begabung so verwenden, dass eigentlich jeder Mensch, der ein normales Gehirn und einen normalen Körper hat, auch kreativ sein kann. Und ob er das nun wird oder nicht, das hängt dann im Wesentlichen von seiner individuellen Geschichte ab und von dem Umfeld, in dem er aufwächst. Natürlich klingt das hier nun etwas einfacher, als es dann im konkreten Einzelfall wirklich ist.

Viele Mathematiker (und auch viele Informatiker) machen selber Musik. Treten diese Begabungen häufig zusammen auf oder sind das einfach zwei Seiten derselben Medaille?

Professor Troge: Darauf kann ich keine definitive Antwort geben. Aber es ist sicherlich richtig, dass sowohl die Mathematik wie auch die Musik Sonderwelten sind. Die Mathematik ist eine Welt, wo die Philosophen sich schon immer fragen, ist es die Welt, nach der unsere Welt konstruiert ist, oder ist es nur etwas, das Menschen sich ausgedacht haben, und das zufällig dafür taugt, einiges unserer Welt zu beschreiben. Es ist auf jeden Fall eine Welt, die ihre eigenen Gesetze hat, die zum Teil übereinstimmen mit dem, was wir als unsere Welt wahrnehmen. Gleichzeitig gibt es aber auch Phänomene in der Mathematik, die nicht zu unserer Welt passen. Und die Musik ist etwas Ähnliches. Sie ist auch eine Welt für sich, die ihre eigene Nomenklatur hat, aber sie hat – im Gegensatz zur Mathematik – eben auch einen ›weichen‹ Bereich. Beiden gemeinsam aber ist, dass sie eigene Welten sind, in die man sich hinein begeben kann und für die man sich begeistern kann.

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Wer studiert Musikinformatik?

Professor Troge: Das sind oft junge Leute, die sich schwertun mit der Entscheidung, ob sie nun auf eine Musikhochschule oder eine Technische Hochschule gehen sollen. Am Institut für Musikinformatik können sie beides verbinden. Sowohl ihr Interesse für Hard- und Software, also etwa den Instrumentenbau, als auch ein Interesse an künstlerischer Tätigkeit. Wir haben auch Studierende vom KIT, die bei uns Musikwissenschaft oder Musikinformatik als Ergänzungsfach belegen. Wir haben auch regelmäßig KIT-Informatiker, so zwischen einem halben und einem ganzen Dutzend, die hier das Ergänzungsfach belegen.

Und was machen Musikinformatiker nach dem Studium?

Professor Troge: Auf dem freien Markt von der Musikinformatik zu leben ist, gerade in Europa, sehr schwierig. Wir unterscheiden den künstlerischen, wissenschaftlichen und industriellen Bereich. Manche schaffen es in eine akademische Laufbahn, das kann natürlich aber nur ein kleiner Teil sein. Kompetenzen werden aber auch zum Beispiel beim Sounddesign in der Industrie gebraucht, bekanntes Beispiel sind etwa Tür- oder Motorengeräusche in der Automobilindustrie. Ein stark wachsender Bereich ist die funktionale künstlerische Musik, etwa in Games, Environments, Filmen, gerade die Filme- und Gamesindustrie hat hier viel Potenzial. Darüber hinaus arbeiten unsere Absolventen in der Arbeit mit Behinderten, zum Beispiel der Führung von Blinden durch akustische Signale, in der Reparatur von (digitalen) Musikinstrumenten und beim Eventmanagement oder der Eventtechnik. Unser Bachelorstudiengang ist durch verschiedene Schwerpunkte gut ausbalanciert und gewährleistet die Flexibilität unserer Absolventen auf dem Markt.

Herr Professor Troge, vielen Dank für das Gespräch. (Susann Mathis )

winzenriedVor 25 Jahren, Anfang Januar 1989 gründeten Oliver Winzenried und Marcellus Buchheit in Karlsruhe die Wibu-Systems und starteten eine Erfolgsgeschichte: Mit innovativen Ideen und kontinuierlichem Wachstums hat sich Wibu-Systems zur Aktiengesellschaft gewandelt und zählt inzwischen zur Weltspitze im Markt für Softwareschutz und Lizenzierung. Eine gute Gelegenheit für das VKSI Magazin, den Gründer Oliver Winzenried im Rahmen unserer Rubrik »Karlsruher Köpfe« zu interviewen.

25 Jahre Wibu-Systems, Herr Winzenried, haben Sie eigentlich Zeit zum Feiern?

Winzenried: Wir hatten letzte Woche die Hannover-Messe Industrie, vorher das Automatisierungstreffen in Böblingen, davor die CeBIT, davor die Embedded World, davor eine große Hausmesse im Januar. Nach Ostern war ich mit Wirtschaftsminister Gabriel und seiner Wirtschaftsdelegation in China, Anfang Mai auf der Industrial Automation in Peking – so richtig viel Zeit bleibt da nicht. Dennoch kann man 25 Jahre nicht einfach so vorbeigehen lassen. Wir haben mit allen Mitarbeitern, ihren Familien, Partnern, Kunden und Freunden, also mit allen, die zum Erfolg der Firma beigetragen haben, am 2. April auf der MS-Karlsruhe bei herrlichem Wetter gefeiert.

Wie lautete vor 25 Jahren die Wibu-Gründungsidee?

Winzenried: Meinen Partner Marcellus Buchheit habe ich schon zu Studienbeginn 1981 bei den Amateurfunkern der Universität Karlsruhe kennen gelernt. Nach dem Studium haben wir beide zunächst Auftragsentwicklung gemacht, zum Beispiel elektronische Türschlösser für die Automobilindustrie aber auch Bühnensteuerungssysteme, etwa für das Thalia Theater in Hamburg und andere, doch das war alles vor Wibu-Systems. Im Laufe der Zeit entstand die Idee, dass man für Software Kopierschutz braucht. 1989 haben wir dann unser erstes Produkt auf den Markt gebracht, den Wibu-Key – ein Dongle für PCs, und daraufhin haben wir unsere Firma gegründet.

Hat Ihre Branche mehr Betriebsgeheimnisse als andere?

Winzenried: Manche sicher.

Inwieweit ist dann Zusammenarbeit möglich? Können Sie Mitarbeiter auf Zeit in Ihr Unternehmen rein holen?

Winzenried: Das geht schon, weil wir die Schutzverfahren, die wir verwenden, nicht geheim halten können. Der Kunde muss sich davon überzeugen können was er bekommt, also gegen welche Art von Bedrohungen unsere Software schützt. Er kann sich nur überzeugen, wenn wir sagen, was wir machen. Der eigentliche Schutz basiert tatsächlich auf der Länge der kryptographischen Schlüssel und auf den Verfahren selber. Die Nachweisbarkeit, dass der Schutz funktioniert, und die Demonstration des Verfahrens sind wichtige Grundlagen für unsere Kunden, Vertrauen aufzubauen. Wenn man Dinge versteckt, ist das »Security by Obscurity«, eine Pseudosicherheit, die häufig auch nicht lange hält.

Wibu-Systems macht ja auch Schutz für Embedded Systeme …

Winzenried: Nach dem Schutz für PC-Software kamen unsere Entwicklungen für den Industriebereich mit speziellen Varianten unserer CodeMeter basierten Donglehardware, die man in einem Embedded System oder einem Automatisierungssystem verwenden kann. Diese überleben auch extreme industrielle Produktionsbedingungen und man kann sie in bestehenden Systemen und Steuerungen nachrüsten. Das ist dann zum Beispiel ein Dongle als Micro SD Karte. Es handelt sich im Prinzip immer um eine Kombination aus einem Speicher und einer sicheren Verschlüsselung in einem Smartcard-Chip.
Wir bieten nicht nur Schutz vor Kopie oder Reverse Engineering. Ein weiteres wichtiges Angebot ist das Licensing, so dass bei einem Gerät, das in großen Stückzahlen einheitlich produziert wird, vor der Auslieferung an den Kunden durch die Konfiguration festgelegt wird, welche Funktionen es eigentlich hat. Wir können außerdem die Verteilung der Lizenzen in die Geschäftsprozesse vom Kunden integrieren, also die Anbindung an ein CRM- oder ein SAP-System, indem dann in der Stückliste von einem Gerät die Software realisierten Funktionen genauso mit einer Teilenummer drin stehen wie die mechanischen Teile.
Außerdem schützen unsere Produkte vor Manipulationen und Veränderungen. Das wird gerade jetzt durch die zunehmende Vernetzung von Steuerungsgeräten, etwa in der Energieversorgung oder in der Verkehrslogistik, oder auch im intelligenten Gebäude, immer wichtiger. Das macht man über eine Art elektronische Unterschrift, das heißt der Hersteller oder berechtigte Herausgeber von einem Stück Programmcode unterschreibt seinen Code und das Embedded System überprüft die Signatur. Dies stellt sicher, dass der Code nicht verändert wurde, und auch, dass er von jemandem kommt, der dazu berechtigt ist. Und nicht von einem Dritten eingespeist wurde. Vor fünf Jahren hat noch niemand nach dieser Komponente gefragt, begonnen hat es mit Stuxnet Mitte 2010.

Niemand konnte eine solche Entwicklung vor 25 Jahren absehen…

Winzenried: Das stimmt. Was wir damals vermutet haben war, dass der Einsatz von PCs sehr stark zunehmen wird und dass es daher wichtiger wird, Software zu schützen, da deren Kopie qualitativ nicht schlechter ist als das Original. Doch Sicherheit gibt es nie zu 100 %, und nie für alle Ewigkeit. Man muss immer die Algorithmen verbessern, die Verfahren verbessern und das möglichst in einer Art und Weise, dass der Kunde, der die Schutzmechanismen einsetzt, oder auch eine Schutzhardware von uns in sein Produkt integriert, nicht die Hardware auswechseln muss.

Wo begegnet man Wibu-Systems im Alltag, mal abgesehen vom PC?

Winzenried: Wenn Sie Geld abheben bei einem Geldautomaten von WincorNixdorf, ist eine Komponente von uns drin oder beim Diagnosestecker von Bosch Esi-Tronic in der Autowerkstatt, cerec, beim Zahnarzt, auch hier steckt in jeder Maschine ein kleiner CodeMeter drin. Der schützt zum einen die Geräte, um den Nachbau zu erschweren, aber auch um sicherzustellen, dass das Gerät genauso funktioniert wie es zugelassen wurde. Das verlangt nicht zuletzt das Medizinproduktegesetz.

Inwieweit war Karlsruhe wichtig für Ihre Gründung?

Winzenried: Erst im Nachhinein hat sich der Standort als sehr vorteilhaft erwiesen. Zum einen was den Zugang zu Mitarbeitern, Absolventen von der Uni, angelangt. Außerdem haben wir auch schon recht früh, etwa 1992 oder 1993 mit der Universität Karlsruhe zusammengearbeitet. Das Europäische Institut für Systemsicherheit, EISS, das Forschungszentrum Informatik, FZI, die Fraunhofer-Gesellschaft, sind alles wichtige Kooperationspartner für uns. Dazu kommen die Netzwerke wie das Cyberforum und der VKSI, die KA IT SI Sicherheitsinitiative. Hier sind wir überall Mitglied und auch aktiv.
Überhaupt sind Netzwerke extrem wichtig, gerade für eine kleine Firma. Wenn man hier das Konsortium richtig wählt, Networking betreibt, dazu inhaltlich an Lösungen arbeitet, kann man von den Kenntnissen der anderen auch profitieren. Hier ist kein im Wettbewerb, hier haben wirklich alle ihren Nutzen. Die Verbände von VDMA bis BITKOM bieten gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen die Chance, mit den richtigen Leuten bei großen Unternehmen in Kontakt zu kommen. Karlsruhe liegt auch verkehrsgünstig zwischen Paris, Brüssel, Hamburg und Berlin. Auch die Stadt selbst ist sehr engagiert. Vor vielen Jahren war ich mit der Wirtschaftsförderung in Finnland, als Nokia noch sehr erfolgreich war.

Nun ist Wibu-Systems aber nicht nach Finnland, sondern nach China gegangen…

Winzenried: 2003 haben wir ein Büro in Shanghai eröffnet, 2005 haben wir daraus eine Tochtergesellschaft gemacht, aber wir haben bis 2011 gebraucht, bis wir in China schwarze Zahlen geschrieben haben. Aber ich bin auch heute noch überzeugt: man kann dort nicht hingehen und innerhalb kurzer Zeit erfolgreich sein. Das funktioniert höchstens dann, wenn man lediglich seinen bestehenden Kunden folgt. Unser Ziel war aber, in China unsere Produkte chinesischen Kunden zu verkaufen. Und das hat lange gedauert. Aber jetzt macht es viel Spaß, und wir haben inzwischen auch ein zweites Büro in Peking.

Sie sind oft selber in China, wie gefällt es Ihnen?

Winzenried: Ich bin dort vier- bis sechsmal pro Jahr, und ich bin gerne dort. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern dort macht mir Spaß, ebenso die Gespräche mit den Kunden und das Essen schmeckt mir. Das einzige, was mir nicht gefällt, ist die Luftverschmutzung, dauerhaft dort leben wollte ich nicht. Im Karlsruher Verbindungsbüro der Außenhandelskammern hatte ich etwas chinesisch gelernt, ich spreche etwa 200 Worte, das reicht für Höflichkeitsfloskeln, aber noch nicht für Smalltalk. Ansonsten muss das Smartphone helfen und kann schnell ein Zeichen entschlüsseln oder man kann jemandem ein Zeichen zeigen.

Was sind die wichtigsten Höflichkeitsregeln in China?

Winzenried: Ich denke, wir Ausländer dürfen auch Fehler machen. Nur ganz grobe grundsätzliche Fehler sollte man vermeiden. Bei uns in Deutschland etwa lässt man bei Trainings oder Schulungen die Leute bewusst in Fehler hineinlaufen, damit sie selber sehen, »Oh ja, das habe ich falsch gemacht«. Danach zeigt man ihnen, wie es richtig geht. Das würde man in China nicht so machen, denn dann hätten alle Angst mitzumachen, weil sie sich keine Blöße geben wollen.

Was haben Sie durch Ihre Auslandserfahrung über den deutschen Markt gelernt?

Winzenried: Der deutsche Markt ist sehr professionell, sehr strukturiert, man betrachtet Entscheidungen hier viel langfristiger als in anderen Märkten. In Deutschland denkt man mehr mittel- bis langfristig und auch mehr nutzen- und weniger preisgetrieben. Das gilt auch für Österreich und die Schweiz. Für uns ist Deutschland ein toller Markt, noch dazu ist er direkt vor unserer Haustür. In Asien ist der Aufbau einer persönlichen Beziehung unerlässlich zur Vertrauensbildung.

Wie geht es bei Wibu-Systems in den nächsten 25 Jahren weiter?

Winzenried:  Wir haben für die nächsten 5-6 Jahre das Ziel, 25 % Weltmarktanteil in unserem Nischenmarkt zu bekommen. Das bedeutet ein starkes Wachstum, aber das ist nicht unrealistisch. Außerdem wollen wir CodeMeter als eine Art De-Facto-Standard etablieren. Der Erfolg der letzten 25 Jahre hat uns gezeigt: Wenn man selber von etwas wirklich überzeugt ist, soll man sich nicht davon abbringen lassen.

Lieber Herr Winzenried, vielen Dank für das Gespräch. (Susann Mathis)

wegmannAutor: Matthias Grund

August Wegmann startete 1971 sein Informatik-Studium an der Universität Karlsruhe (TH), dem heutigen KIT – ein Jahr vor der Gründung der Fakultät für Informatik.

Es war ein Hiwi-Job, der seinem weiteren beruflichen Leben schon knappe zwei Jahre nach Studienbeginn eine entscheidende Richtung gab. Ausgerechnet am soziologischen Institut (also im »Orchideen-Garten« der TH) bei Dr. Karl Schlagenhauf fand der junge Student eine Anstellung. Seine Aufgabe: Er sollte bei der statistischen Auswertung von Fragebögen behilflich sein. Eine Arbeit, die mühselig genug war, um August Wegmann auf Abhilfe sinnen zu lassen: Er begann Stücke einer Software zu entwickeln, die ihn unterstützen konnte.

Das war keine leichte Aufgabe, denn ausgetretene Pfade gab es nicht und Rechnerkapazitäten waren ein knappes Gut (14 KB verfügbarer Arbeitsspeicher, 140 KB Floppy Disk). August Wegmann baute aus allem, was ihm brauchbar erschien, ein System zur Datenhaltung mit Abfragefunktionalität, statistischen Auswertungen und graphischer Ergebnisdarstellung. Und das Ganze mit einer Anwenderschnittstelle, die auch für Nicht-Informatiker nutzbar war.

In jener Zeit wurden noch Lochkartenstapel zur Abarbeitung von Batchjobs zusammen mit den Daten abgegeben und Stunden später die hoffentlich brauchbaren Ausdrucke abgeholt. Dabei konnte August Wegmann erste Erfahrungen mit Statistikpaketen sammeln, die ihm ab 1980 bei den Arbeiten auf einem Apple II mit UCSD – Pascal zugute kamen. Aus diesen Anfängen – Persistierung von Tabellen, Query-Funktionalität, graphische Oberfläche – entstand dann im Lauf der Jahre ein Software-System, das in den 80er Jahren in kurzer Zeit (und für einen kurzen Zeitraum – dazu später mehr) das führende relationale Datenbank-System außerhalb der Großrechnerwelt wurde: Adimens.

Adimens wurde entwickelt und vertrieben von der Karlsruher Firma ADI, deren Mitgründer und Gesellschafter August Wegmann war. ADI machte Karlsruhe als Standort für SoftwareEntwicklung in der ganzen Welt bekannt. Verfügbar war Adimens initial für den damals revolutionären Apple II, später für Lisa und MacIntosh. Im Lauf der Jahre kamen HP-Rechner, der IBM-PC, DEC PDP 11, VAX-Rechner, verschiedene Unix-Rechner (sun, HP) dazu, im Jahr 1987 war Adimens 4 für Windows verfügbar. Die Zersplitterung der Hardware- und Betriebssystem-Landschaft machte die flächendeckende Verbreitung von Adimens zu einer wahren Herkulesaufgabe für die kleine Karlsruher Softwareschmiede.

Diejenige Leistung, die ich persönlich am meisten schätze, war die Implementierung von Adimens auf dem Atari ST: Wir schreiben das Jahr 1986. Atari ST war mein Arbeitsplatzrechner, eine kostengünstige Alternative zu den um Faktoren teureren Macs. Unsere Werkstudenten, ich arbeitete damals bei einer Siemens-Tochter, kamen jeden Tag voller Stolz mit einem neuen Stapel von 3,5 Zoll-Disketten – mit einer Kapazität von 720 KB, später 1,44 MB – voller raubkopierter Software2 zur Arbeit. Meist handelte es sich um Spiele, manchmal aber auch um neue Büro-Programme wie Textverarbeitung oder Spreadsheets. Einmal war sogar eine komplette Smalltalk-80-Umgebung dabei – sie wurde meine erste Begegnung mit Smalltalk. Eines Tages waren die Studenten besonders stolz: »Hier – endlich eine echte relationale Datenbank!«. Das war Adimens.

Den Kopf hinter Adimens, August Wegmann, lernte ich erst gut 25 Jahre später persönlich kennen. Er konnte mir lachend versichern, dass ADI damals auch mit der Version für den Atari tatsächlich Geld verdient hat. Was aber viel wichtiger war: Mit der Atari-Version hat er es einer Generation von neugierigen jungen Softwerkern ermöglicht, erste experimentelle Erfahrungen mit einem relationalen DB-System zu machen. Es waren nicht die Raubkopien, die 1989 zur Einstellung des Produktes Adimens führten, sondern die Einführung von Access als integriertem Bestandteil des Microsoft Office-Pakets. Damit war die Pionierzeit bei den Datenbanken zu Ende. Marktmacht, Produkt-Bundling und Normierung bestimmen seither den Datenbank-Markt.

In den 90er Jahren bearbeitete August Wegmann zwei ganz andere Felder: Zwischen 1990 und 1995 entwickelte er Anwendungen und Werkzeuge auf der Grundlage von Systemen wie Hypercard. Fünf Jahre, bevor das World Wide Web mit HTML Fahrt aufnahm, hat August Wegmann die Möglichkeiten einer Hypertext-Umgebung nicht nur erkannt, sondern umgesetzt: Er entwickelte für eine Bank einen Editor, mit dem eine Hypermedia-Anwendung (ein Kiosk-System für Kunden) von den zuständigen Sachbearbeitern bearbeitet werden konnte. Dieser Editor war also ein frühes Content Management System für ein Hypermedia-System. Ebenfalls in den frühen 90er Jahren entstand ein Homebanking-System. Die Kommunikation erfolgte nicht über das Internet, sondern über BTX, das damalige Angebot der Bundespost.

So war es nur folgerichtig, dass August Wegmann auch zu den WWW-Pionieren gehörte: Sowohl der Banking-Kiosk als auch das Homebanking-System wurden 1996 und 1997 auf die neue Plattform umgestellt. 1998 wurde August Wegmann dann als Professor für »Elektronische Medien und Märkte« berufen. Als Professor und auch in anderen Funktionen, z. B. als Vorstand des VKSI, gibt August Wegmann seine reiche Erfahrung weiter. Der Gründer mancher erfolgreicher Karlsruher Firma ist durch seine Schule gegangen. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Professor Wegmann heute ein gefragter Experte für Gutachten und Analysen in Fragen von Software-Qualität, Performanz und optimalem Datenbank-Einsatz. Besonders aufmerksam verfolgt er die Entwicklung von HANA – vielleicht die nächste Datenbank aus Deutschland, die Geschichte schreiben wird. August Wegmann hat mit seinen Ideen und Händen Pionier-Software entwickelt. Im Gegensatz zu manch anderem ist er damit aber nicht reich geworden, er besitzt weder Yachten noch Luxusvillen. Sein größter Luxus sind seine Fahrräder, mit denen er den meisten Zwanzigjährigen immer noch davonfährt – ungeachtet seines nicht mehr ganz jugendlichen Alters von 60 Jahren. Ich bin stolz darauf, dass August Wegmann mein Freund ist und nicht Larry Ellison.

prof_lockemann1972 wurde in Karlsruhe die Fakultät für Informatik gegründet, im gleichen Jahr trat auch Peter Lockemann seine Professur in Karlsruhe an. Das Leben des 1935 geborenen Lockemanns ist durchgängig eng mit der Entwicklung der Disziplin Informatik verbunden – auch wenn diese am Anfang noch gar nicht so hieß. Er hat – unter anderem – das FZI mitgegründet, über hundert wissenschaftliche Artikel und vier Lehrbücher geschrieben, er hat regelmäßig Gastprofessuren im Ausland und Berateraufgaben für Ministerien wahrgenommen und zehn seiner Studenten sind heute selber Professoren. 2005 wurde Lockemann das Verdienstkreuz am Bande verliehen, die Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität verlieh ihm 2003 für seine Verdienste in der Forschung und als Förderer des Wissenstransfers in die Unternehmenspraxis die Ehrendoktorwürde. Ich treffe ihn in seinem Büro im Forschungszentrum Informatik, wo er dem VKSI-Magazin einige Fragen beantwortet.

Herr Professor Lockemann, wann und wie sind Sie während Ihres Studiums der Nachrichtentechnik zur Rechnertechnologie gekommen?

Lockemann: Als Robert Piloty frisch habilitierter Privatdozent in München war, hörte ich 1956, während meines Studiums der Nachrichtentechnik, seine Vorlesung über die Grundzüge der Rechnertechnik von. Als Deutschland 1954 erlaubt wurde, Forschungsprogramme im Bereich Rechnertechnologie einzurichten, entwickelte sein Vater Hans Piloty zusammen mit dem Mathematiker Robert Sauer an der TH München die PERM (Programmgesteuerter Elektronischer Rechenautomat München). Die PERM wurde lange Jahre im Rechenzentrum der TH München und bei der Ausbildung von Entwicklungsingenieuren für die deutsche Computerindustrie benutzt. Heute steht sie im Deutschen Museum in München. Ich habe als Werkstudent dort erst mal Schaltkreise verlötet und Magnetköpfe für den Trommelspeicher zusammengebaut , meine Diplomarbeit zum Magnetkernspeicher gemacht, promoviert habe ich dann in Transistortechnik.

1963 sind Sie nach der Kalifornien ausgewandert, um dort am Caltech zu arbeiten. Das California Institute of Technology, gehört laut diversen Rankings zu den zehn besten Universitäten der Welt. Womit haben Sie sich dort beschäftigt?

Lockemann: Das waren prägende Jahre. Zum einen bin ich erst dort mit der Softwaretechnik – naja, das war eigentlich noch Programmierung – in Berührung gekommen. Zum zweiten gab es dort gar keine Computer Science, sondern ein »Information Science«-Programm, das anwendungsgetrieben war. Zunächst habe ich in einer Gruppe gearbeitet, die Biosignale ausgewertet hat: Wir haben Experimente mit Sonden in Fliegenaugen durchgeführt und schon damals große Datenmengen produziert und ausgewertet. Später wechselte ich in eine sozialwissenschaftliche Gruppe, die Sprachwissenschaft in Verbindung mit der Auswertung anthropologischer Daten betrieb. So bin ich mehr oder weniger zufällig in die Datenbanktechnik geraten. Wir haben viel experimentiert und waren eine der ersten, die RecoveryTechniken und einen softwarebasierten virtuellen Speicher entwickelten. Unser Datenbanksystem war graphbasiert – damals nicht unüblich, aber erst heute wieder aktuell. Doch unsere Ansätze haben zu wenig Leistung gebracht. Rückblickend wäre das die Zeit gewesen, zu IBM zu wechseln.

Nach sieben Jahren sind Sie 1970 dann doch wieder zurück nach Deutschland gegangen.

Lockemann: Meiner Frau und mir hatte es in Kalifornien sehr gut gefallen, doch die Kinder waren klein und wir wollten eine klare Entscheidung für ihre Schulzeit treffen. In Deutschland habe ich dann in Bonn bei der GMD (damals: Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH) gearbeitet und war involviert in ein Projekt zur Entwicklung eines juristischen Informationssystems. Dieses Fachinformationssystem stellte die Gesetzeslage und die Urteile für Juristen in einem »Information Retrieval System« zusammen und – darauf bin ich durchaus stolz – existiert heute noch. Von Karlsruhe erhielt ich dann die Aufforderung, mich um den Lehrstuhl Programmiersprachen zu bewerben. Das habe ich allerdings abgelehnt, aber Universitäten waren von jeher flexibel, und wir haben uns auf eine Widmung in Richtung Datenbanken geeinigt.

Sie haben in einer Zeit in der Informatik begonnen, als dieses Fachgebiet noch ganz jung war und Experten noch alle Teildisziplinen überblicken und durchschauen konnten…

Lockemann: … hier sollte man sich keine Illusionen machen, diese Phase ging sehr schnell vorbei. Schon als ich Anfang der Siebzigerjahre nach Karlsruhe kam, war das Gebiet so breit, dass man nicht mehr überall in die Tiefe gehen konnte. Sowohl in Deutschland wie auch in den USA hat man sich allerdings schwergetan, diese Disziplin zu akzeptieren. In den Vereinigten Staaten zum Beispiel war Computer Science, wie dort Informatik hieß und immer noch heißt, viel enger aufgestellt. Mein Bereich, Datenbanktechnik, war lange Zeit nicht einmal Teil der Computer Science sondern bei den Business Schools mitgelaufen. Ich selber bin durch meine Erfahrungen mit Anwendungen geprägt worden und habe diese auch immer gesucht. Später waren dies vor allem Produktionstechnik, Elektronikentwurf, Verkehrswesen und Gebäudearchitektur. Ich habe deshalb immer stark interdisziplinär gearbeitet. Ich habe mich auch nicht als reinen Technologen gesehen. Neue Anwendungen bedürfen aber natürlich auch neuer Technologien, und ich hatte auch immer Mitarbeiter, die sehr erfolgreich diese Technologien entwickelten. Vielleicht wäre es korrekter zu sagen, dass ich eine Neigung zu top-down Vorgehen habe. Ich habe deshalb den Datenbankbereich immer als Softwaretechnik verstanden und dort als ausgesprochene Systemtechnik. Ähnlich wie bei Betriebssystemen habe ich Architekturfragen als zentral gesehen.

Um welche Probleme zu lösen?

Lockemann: Nichtfunktionale Kriterien wie Performanz haben über 30 Jahre lang die Datenbankarchitektur dominiert, genauer die Langsamkeit des Hintergrundspeichers im Vergleich zum Hauptspeicher. Auf diesem Missverhältnis bauten die Architekturfragen auf, also: Wie lässt sich die Zugriffslücke überbrücken, so dass sie in der Anwendung nicht in Erscheinung tritt? Und so wie die Bedarfe gewachsen sind, so ist auch das Problem größer geworden. Die Übertragungsrate von der Platte in den Hauptspeicher hat sich von etwa 1 MB/s 1970 auf etwa 250 MB/s 2010 gesteigert. Heute beträgt die Zugriffslücke etwa 106, so stark unterscheiden sich heute die Geschwindigkeiten beim Zugriff auf Hauptspeicher und Hintergrundspeicher (Platte). Nun hat mit der Marktreife der SSD ein ganz neues Kapitel begonnen.

Dazu kamen über die Jahre Gastprofessuren am CalTech und am MIT, und Beraterfunktionen bei Wirtschaft und Ministerien und – für Karlsruhe besonders bedeutend – 1985 gründeten Sie gemeinsam mit mehreren Kollegen das Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI), waren dann lange Zeit dessen Vorstand (daher Ihr Spitzname »Mister FZI«). Was war Ihr wichtigstes Motiv dafür?

Lockemann: Um es mit dem modernen Slogan des KIT zu sagen: Innovation. Innovation ist der Transfer von Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Nutzung. Das Ziel des Forschungszentrums Informatik war und ist der Technologietransfer von der Forschung in der Karlsruher Informatik in die Wirtschaft. Wir waren damals acht Professoren, und hatten rein altruistische Motive, wenn man mal davon absieht, dass wir uns natürlich über zusätzliche Ressourcen für die Forschung gefreut haben. Für jeden persönlich bedeutete das aber viel mehr Arbeit.

Sind Sie mit der Entwicklung des Forschungszentrums Informatik zufrieden?

Lockemann: Ich bin ja nur noch – wenn auch sehr engagierter – Beobachter. Ich bin begeistert, was die jungen Kollegen in den letzten Jahren daraus gemacht haben. Ich hatte am Ende eine neue und wie es scheint schlagkräftige Organisation umgesetzt. Zunächst war das FZI auf einzelne Professoren zugeschnitten, heute gibt es vier große, kollegial geführte Forschungsbereiche, die sich als eine sehr gutes Basis für Wachstum erwiesen haben. Inhaltlich hat sich das Bild seit der Jahrtausendwende komplett geändert. Angefangen haben wir mit »Informatik für die industrielle Produktion«. Heute ist das FZI viel breiter aufgestellt – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Informatik heute in alle Lebensbereiche eindringt. Ich kann das an meiner eigenen Disziplin sehen, wo sich unter dem Stichwort »Big Data« sich vollkommen neue Herausforderungen herausbilden: eine enorme Informationsmenge im Web, relativ unstrukturiert und textorientiert, dazu embedded systems, die Datenströme überall erfassen, und schließlich die globale Verteilung der Daten

Welche Schwierigkeiten musste das FZI dabei überwinden?

Lockemann: Natürlich hat das Forschungszentrum Informatik das Auf und Ab der Wirtschaft mitgemacht, übrigens immer etwas zeitverzögert. Anfangs kamen unsere Kunden aus den F. & E. Abteilungen der Großunternehmen. Als diese Anfang der Neunzigerjahre sukzessive abgebaut wurden, hat das Forschungszentrum Informatik sich extrem stark auf den Mittelstand konzentriert. Das hat uns damals zwar politisch großes Lob eingebracht, uns aber auch behindert, da wir sehr viel Zeit für die Akquise aufwenden mussten. 2002 hat uns das in echte Schwierigkeiten gebracht. Die bieten aber eben auch Chancen und die wurden – auch dank des Generationenwechsels – hervorragend genutzt. Mit seinen klar gesetzten inhaltlichen Schwerpunkten hat sich das Forschungszentrum Informatik deutlich als Zentrum für Innovationen im IT-Bereich positioniert. Somit ergänzt es sich hervorragend mit der Fakultät für Informatik und ist heute weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus anerkannt.

Vor 40 Jahren wurde die Fakultät gegründet, vor 40 Jahren haben Sie Ihre Professur angetreten – und Sie sind unver- ändert präsent in der IT-Szene. Womit beschäftigen Sie sich heute vor allem?

Lockemann: Mir bleibt viel Zeit für Privates, zum Beispiel beschäftige ich mich mit der Sprachförderung in BrennpunktKindergärten und ich reise mit meiner Frau viel in der Welt herum. Aber auch wenn ich vielleicht manchmal bedauern mag, dass ich mich zu früh und zu stark auf die Anwendungen der Informatik konzentriert habe, so habe ich doch einige Themen gefunden, die mich weiter faszinieren, aktuell sind das etwa über das Cyberforum die Projekte Smarter City der Stadt Karlsruhe und Smart Business IT des Landes. Um bei einem Projekt wirklich in die Tiefe zu gehen, braucht man ein großes Forschungsteam und das habe ich nicht mehr. Was ich dagegen kann, ist Projektideen entwickeln und mich an der Entwicklung der großen Linie beteiligen, und da bringe ich mich immer noch im FZI ein. Es erstaunt mich vielleicht selbst am meisten, aber es ist wahr: so schnell veralten Erfahrungen dann eben doch nicht.

Professor Lockemann, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

wilfried_stuckyAlles begann, als Professor Stucky den Stiftungslehrstuhl für Organisationstheorie und Datenverarbeitung (Mittlere Datentechnik) in Karlsruhe übernahm. Inzwischen sind 40 Jahre vergangen, in denen Professor Stucky das AIFB mit gründete und eine so große Zahl wirksamer Aktivitäten initiierte, dass er dafür (nicht nur) das Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse bekam. Obwohl inzwischen emeritiert, arbeitet er nicht weniger. »Mein Hobby ist mein Beruf«, sagt er dazu nur. Dem VKSI Magazin stand er trotzdem für ein Interview zur Verfügung.

Herr Professor Stucky, Sie haben in Saarbrücken Mathematik studiert, wie sind Sie in den 60er Jahren zur Informatik gekommen?
Stucky: Den Kontakt zur Informatik stellte ich schon während meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für angewandte Mathematik her. Mein Doktorvater, Professor Hotz, war einer der Gründer der Gesellschaft für Informatik (GI) und nahm gleich alle seine Mitarbeiter in diese Gesellschaft mit. Daher habe ich auch eine sehr niedrige, nämlich zweistellige Mitgliedsnummer.

Wie kamen Sie nach Karlsruhe?
Stucky: In den 1970er Jahren arbeitete ich mehrere Jahre als Biometriker in der pharmazeutischen Industrie, erst bei Böhriner, dann bei Merck. Parallel dazu übernahm ich dann im August 1971 nebenamtlich die Leitung des Stiftungslehrstuhls für Organisationstheorie und Datenverarbeitung (Mittlere Datentechnik) in Karlsruhe. Fünf Jahre später wurde ich zum Lehrstuhlinhaber der Angewandten Informatik 2 berufen, nachdem 1975 der Lehrstuhl, nach einigen Verzögerungen, vom Land übernommen worden war

Im Februar kommenden Jahres feiert das AIFB seinen vierzigsten Geburtstag, es entstand also noch vor der Fakultät für Informatik, und zwar im Bereich Wirtschaftswissenschaften, der damals noch zur Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften gehörte. Wie kam es dazu?
Stucky: Als seine Vorläufer gelten zwei Lehrstühle: der zunächst von Professor Heinrich und ab 1971 von mir besetzte Stiftungslehrstuhl für Organisationstheorie und Datenverarbeitung (Mittlere Datentechnik) und der ab 1971 mit Professor Maurer besetzte Lehrstuhl Angewandte Informatik. Auch wenn wir damals noch nicht ahnen konnten, wie wichtig die Informatik einmal werden würde, hatten wir durch unserer Beschäftigung mit Datenverwaltung und Datenbanksystemen einen großen Bedarf analysiert, nicht die speziellen Systeme eines Softwareherstellers, etwa von IBM, zu lehren, sondern die zugrundeliegenden Konzepte und Modelle allgemein. Dazu gehören die Modellierung von Daten und die Prozessmodellierung mit formalen Methoden. Aus diesen Vorlesungen entstand dann auch das Buch »Datenbanksysteme: Konzepte und Modelle«, das Gunter Schlageter und ich gemeinsam veröffentlicht haben. Wir sind das Informatik-Institut der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Rolle des AIFB sehen wir darin, dass wir unseren Studentinnen und Studenten vor allem die grundlegenden Konzepte der Informatik nahebringen; und das trifft auch heute noch den Kern.

Sie waren zweimal Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Sie waren im Senat und Verwaltungsrat der Universität Karlsruhe, Sie waren im Präsidium der Gesellschaft für Informatik, zeitweise sogar deren Präsident, Sie nehmen vielfältige Ämter für die GI in verschiedenen Organisationen wahr. Außerdem haben Sie den gemeinnützigen Verein Angewandte Informatik Karlsruhe e.V. (AIK), gemeinsam mit Absolventen und Mitarbeitern des 6 VKSI Magazin Nr. 5 November 2011 Instituts AIFB gegründet und sind seither dessen Kuratoriumsvorsitzender. Dazu kommen Berufungskommissionen, Evaluierungsgremien und vieles mehr. Doch die Liste allein sagt noch nicht viel darüber aus, wie stark Sie gestaltend gewirkt haben, was nicht zuletzt durch das Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse honoriert wurde. Seit Ende der 1990er Jahre sind Sie auch am Forschungszentrum Informatik, inzwischen zum wiederholten Male in dessen Vorstand. Was ist das Besondere am FZI für Sie?
Stucky: Das Forschungszentrum Informatik ist insgesamt eine umfassende Erfolgsgeschichte, inzwischen seit über 25 Jahren. Doch unser ganz herausragendes Alleinstellungsmerkmal ist die gelebte Interdisziplinarität. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von etwa 20 Professoren aus vier verschiedenen Fakultäten des KIT arbeiten tatsächlich im gleichen Gebäude und treffen sich nicht nur zum Meeting, sondern begegnen sich ganz bequem, etwa zum Kaffeetrinken. Diese enge Zusammenarbeit realisiert eine wahre Interdisziplinarität bei unseren Projekten.

Im August dieses Jahres war sie mit dem Vorstandskollegen Michael Flor und Ihrem Nachfolger Professor Oberweis zehn Tage lang in China. Was macht das FZI in China?
Stucky: Wir waren auf Einladung von D-Phone, Chinas größter Handyfirma, und BIT, dem Beijing Institute of Technology, in China. Professor Shenqing Yang, mein erster chinesischer Doktorand, hat nach seiner Rückkehr nach China den Kontakt aufrechterhalten und über die Jahre weitere Partner einbezogen. Das Thema unseres diesjährigen Besuches war die Einrichtung einer deutsch-chinesischen Informatikindustriezone. Das Interesse auf chinesische Seite ist daran sehr groß. Außerdem interessiert sich das BIT sehr für das »Konzept FZI« als Grundlage einer stark anwendungsorientierten Forschung. Für uns ging es bei diesem Besuch um die Frage, inwieweit wir uns eine Zusammenarbeit auch vorstellen können. Denn eines ist sicher: wir treffen in China auf sehr viele junge intelligente und gut ausgebildete Menschen. Nicht nur unter diesem Aspekt kann die Zusammenarbeit mit China für uns vielversprechend sein.

Professor Stucky, Sie sind emeritiert, doch Sie reisen nach China, Sie haben verschiedene Projekte unter Ihrer Regie, wie zum Beispiel E-Business für Dienstleistung bei Instandhaltung oder auch auf EU Ebene ein Projekt zu und Bewertung von Qualifizierungen. Die Frage nach Ruhe erübrigt sich also, sagen Sie uns also lieber: was haben Sie als nächstes vor?
Stucky: Es ist wahr, ich bin kein Skifahrer und kein Tennisspieler. Aber meine Frau und ich wandern gerne. Außerdem besuchen wir gerne Konzerte und die Oper. Für dieses Hobby begeistern wir zunehmend auch unsere beiden Enkelinnen, die 10 und 12 Jahre alt sind. Aber das sind noch keine Gründe, mich weniger mit der Informatik zu beschäftigen. Wer weiß, vielleicht bringe ich auch noch die dritte Auflage unseres Buches über Datenbanksysteme heraus. Professor Stucky, herzlichen Dank für das Gespräch.

gerhard_goosAutor: Matthias Grund

Am 22. Februar 2011 wurde Professor Gerhard Goos mit einem Festakt als Direktor des FZI verabschiedet. Goos ist einer der Gründerväter der deutschen Informatik. Somit markiert sein Abschied auch das Ende der Gründungsepoche der noch jungen Wissenschaft Software Engineering.

Der 1937 in Nürnberg geborene Goos promovierte 1965 in Mathematik an der Universität Erlangen wurde danach Assistent und Oberassistent beim 13 Jahre älteren Friedrich L. Bauer. Die beiden, Bauer und Goos, prägten als »Bauer/Goos« (das Standardlehrbuch) für mehr als eine Generation deutscher Informatikstudenten.

1970 wurde Goos auf ein Ordinariat, zunächst noch in der Fakultät für Mathematik, in Karlsruhe berufen. Seine Aufgabe: Strukturierung und Fortentwicklung der Informatik aus den in Karlsruhe bestehenden zahlreichen Anfängen. 1972 konnte dann die Fakultät für Informatik in Karlsruhe, als die erste Deutschlands, gegründet werden.

Als Gerhard Goos im November 2006 an der Universität verabschiedet wurde, erinnerte sich sein Kollege Peter Lockemann an eine turbulente Zeit: »… den einst äußerst unkonventionellen Weg des BMBF, das bei der Karlsruher Fakultät für Mathematik anrief und fragte, ob sie zur Gründung der Informatik sechs Lehrstühle haben möchte. Bereits 14 Tage vor seinem Stellenantritt in Karlsruhe wurde Professor Goos zum Vorsitzenden der Berufungskommission ernannt, die innerhalb von drei Jahren sechs Lehrstühle besetzen sollte.«¹ Als erster Institutsleiter der Karlsruher Informatik war Goos, wie er im Laufe der Festveranstaltung selbst einräumte, »heilfroh, als die Fakultät dann schließ- lich gegründet war« und er sich wieder seinem wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt, dem Übersetzerbau, zuwenden konnte.

1983 übernahm Goos ein Institut an der damaligen Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, von 1986-1991 war er Mitglied im Vorstand der Gesellschaft. 1984 gehörte er zu den Gründervätern des FZI.

Hinter den dürren Zahlen, die seine Vita markieren, verbirgt sich ein gewaltiges Lebenswerk. Goos war nicht nur ein wichtiger Impulsgeber und Motor für zahlreiche Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Institutionen, er war vielgelesener Autor und Koautor zahlreicher Publikationen, er hat sich um die Ausbildung mehrerer Generationen von Informatik-Absolventen verdient gemacht. Aus seinen Instituten sind zahlreiche hervorragende SoftwareIngenieure, Professoren und IT-Manager hervorgegangen.

Dass die Karlsruhe nicht nur wissenschaftlich, sondern auch industriell zu den weltweit wichtigsten Informatikregionen gehört, haben wir auch Gerhard Goos zu verdanken. Goos wurde nun zwar als Direktor des FZI verabschiedet. Karlsruhe muss aber künftig nicht auf seinen Rat verzichten: Für ihn wurde am FZI der Titel eines »Direktor emeritus« geschaffen.

Zum guten Schluss erlaube ich mir noch einige persönliche Sätze: In den frühen 80er Jahren hörte ich, als Student der Physik, eine Vorlesung von Professor Goos zur Programmiersprache Prolog. Ich brauchte keine Bescheinigung, ich wollte keine Prüfung machen, ich hatte kein Gebrauchs-Interesse an dem Vorlesungsinhalt, es hat mich einfach interessiert. Es war eine der anregendsten Vorlesungen, die ich in meiner Studienzeit gehört habe. Und ich habe kurz danach dann mein Berufsleben nicht als Physiker begonnen, sondern mit der Programmierung von Prolog- und Lisp-Anwendungen. Über zwanzig Jahre später, schon Vorstand der andrena objects, traf ich Goos wieder, bei einer Jahresfeier der Fakultät. Wir standen beide vor der Türe, im Freien. Goos rauchte eine Zigarette, ich rauchte eine Zigarette. Ich eröffnete Goos, dass er verantwortlich dafür ist, dass es die andrena gibt, weil ich vor vielen Jahren seine Vorlesung gehört habe und er mich, als Physiker, für die Informatik begeistert hat. Goos knurrte nur auf fränkisch: »Und, haben Sie das bereut?« Nein, lieber Herr Professor Goos, Danke für Alles!

Titelseite-VKSI-Magazin-12Die Stadt Karlsruhe feiert 2015 den 300. Geburtstag, andrena objects ag feiert ihr 20-jähriges Bestehen, und der Karlsruher Entwicklertag findet zum 10. Mal statt. Aber wir haben in diesem Jahr nicht nur Grund zum Jubeln – mit Klaus Tschira müssen wir von einem der Großen der Informatik – dem Unternehmensgründer und Mäzen – Abschied nehmen. Das aktuelle Theaterstück des Badischen Staatstheaters »Ich bereue nichts« legt die Finger in offene Wunden und zeigt, dass gerade heute Sicherheit und Datenschutz Werte sind, für die wir Softwareingenieure eintreten müssen.

In dieser Ausgabe lesen Sie ferner:

Viel Vergnügen bei der Lektüre, entweder des gedruckten Magazins (liegt aus), der Online-Click-Ausgabe oder dem PDF.

PTV_Group_Logo_trns

PTV. The Mind of Movement

Die PTV Group bietet Software und Consulting für Verkehr, Transportlogistik und Geomarketing. Ob Transportrouten, Vertriebsstrukturen, Individualverkehr oder öffentlicher Verkehr – wir planen und optimieren weltweit alles, was Menschen und Güter bewegt.

Kunden in über 100 Ländern vertrauen auf unsere Lösungen. Dank dieser können Anwender der öffentlichen Hand und der Industrie effizient ihre Aufgaben erfüllen, Mobilität attraktiv zu gestalten und vorhandene Infrastrukturen besser zu nutzen. Vorne an: unsere marktführenden Produktlinien PTV Map&Guide zur Transportroutenplanung und Vision Traffic Suite mit PTV Visum zur Verkehrsplanung und Verkehrssimulation.

Wissenschaftliches Know-how gehört zu unseren Stärken. Zielgerichtet und praxisorientiert begleiten wir aktiv unsere Projekte. Rund um den Globus arbeiten rund 600 Kolleginnen und Kollegen an leistungsstarken und zukunftsweisenden Lösungen. Als Arbeitgeber bietet die PTV mit ihrer dynamischen Unternehmensentwicklung und klaren Vision die Möglichkeit, mit Maßstab setzenden Projekten die Welt zu bewegen.

Unser Hauptsitz befindet sich in der Technologieregion Karlsruhe und ist seit unserer Unternehmensgründung 1979 Entwicklungs- und Innovationszentrum.

www.ptvgroup.com.

Titelseite VKSI-Magazin #11Das VKSI Magazin 11 im Januar 2015 widmet sich einem besonderen IT-Thema und gleichzeitig einer Karlsruher Besonderheit: Musik-Informatik an der Musikhochschule Karlsruhe. Dazu stellen wir in unserer Serie “Karlsruher Köpfe“ den Gründer des Instituts, Prof. Dr. Thomas A. Troge, vor. Im Interview mit Susann Mathis spricht er über Programmieren, Komponieren und Kreativität. Im „Karlsruher Softwaregespräch“ erläutern zwei Mitglieder der Live Coding Laptop Band „Benoît and the Mandelbrots“, wie sie mit der Sprache SuperCollider auf der Bühne improvisieren. ♦ Die Hochschule ♦ Das Computerstudio ♦ Der Professor ♦ Die Band ♦ Der Sound ♦ Die Live Coding Szene

Das Thema wird live auf dem Entwicklertag im Mai 2015 fortgeführt: Professor Troge wird auf dem nächsten Entwicklertag eine Keynote halten und von Benoît and the Mandelbrots werden wir auf dem Entwicklertag im Mai 2015 ein Konzert hören.

  • Außerdem stellt Stefan Hellfeld das „House of Living Labs“ des Forschungszentrums Informatik FZI vor
  • Christoph Schlenzig und Sabrina Merkel von Seven2one präsentieren mit SmartEnergyHub eine Business Intelligence Lösung für Smart Energy Geschäftsmodelle.
  • Und Professor Walter Tichy beschreibt eine erstaunliche Erfolgsserie: Schon seit Wintersemester 2011/2012 hat das Institut die Pflichtveranstaltung „Praktikum der Softwareentwicklung“ so gestaltet, dass das Praktikumsergebnis zu einem Wettbewerb, dem „Imagine Cup“, eingereicht werden kann und produziert seither à gogo Gewinner.
  • Neuigkeiten zur Nachwuchsförderung:
    • Das informatikBOGY sucht für die vielen Schülerinnen und Schüler, die sich für Informatik interessieren, weitere Kooperationsunternehmen für die einwöchigen Praktika.
    • Dirk Fox beschreibt mit der Karlsruher Technik-Initiative ein Projekt zur Förderung der Technik-Kompetenz an Karlsruher Schulen.
  • Am Schluss lästert Matthias Hornberger, der Vorstandsvorsitzende des Cyberforums, in seiner Kolumne Cybertrends anschaulich über das Wort „Existenzgründer“. Warum? Die Antwort lesen Sie auf Seite 27 im VKSI Magazin 11.

Viel Vergnügen bei der Lektüre, entweder des gedruckten Magazins (liegt aus), der Online-Click-Ausgabe oder des PDFs: VKSIMagazin#11 141204-8 Web wünscht Ihnen Susann Mathis

Im 10. VKSI-Magazin nimmt wie immer das Thema Softwarequalität eine große Rolle ein, hier einige Highlights aus dem Inhalt:

  • Karlsruher Entwicklertag 2014: „Heimvorteil - Softwarequalität aus Deutschland“
  • Software-Sicherheit und Qualität, Wibu-Systems feiert 25 jähriges Jubiläum, Gründer Oliver Winzenried spricht im Interview über Softwareschutz und Lizenzierung.
  • Im „ Karlsruher Softwaregespräch“ diskutieren Professor Ralf Reussner, Christian Popp und Matthias Grund unter dem Titel „Agilität versus Architektur“.
  • Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzende rdes Cyberforums, würdigt in seiner aktuellen Kolumne „Cybertrends“  Karlsruhes herausragende Reputation als IKT-Region.
  • Wie man subjektive Urteile quantifizierbar macht, beschreibt Jan-Hendrik Spieth von der Audials AG im Artikel „Usability-Qualität messen“
  • Das CyberForum stellt "Seminaut", sein neues Format für die Weiterbildung vor
  • außerdem haben wir eine große Anzahl interessanter Stellenanzeigen veröffentlicht

Wenn Sie das nächste Mal dabei sein wollen, schreiben Sie eine Mail redaktion(at)vksi.de

searchMeetup

Search Meetup Karlsruhe:
Viel Info rund um den Bau der eigenen "Suchmaschine" in Treffen, Vorträgen und Diskussionen um den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

http://www.meetup.com/Search-Meetup-Karlsruhe/


logo-gruenderschmiede

Vision und Ziele

Förderung von Unternehmern und Unternehmen, um Innovationen zum Erfolg zu führen.

http://kit-gruenderschmiede.de/de/


ZKM_Aussen_07

Das ZKM setzt sich mit neuen Medien auseinander, um diese In der Gestaltung und in der Begegnung mit der Wissenschaft anzuwenden.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe und anderen Institutionen versteht sich das ZKM als Forum für die Begegnung von Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft.

http://www.zkm.de


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Durch die staatliche Hochschule für Gestaltung kommt eine weitere Basis für Kreative nach Karlsruhe.

 

 

http://www.hfg-karlsruhe.de/


phpug_karlsruhe_logo

Regelmäßige Treffen für alle PHP-Interessierte für gegenseitige Unterstützung sowie Wissenaustausch.

http://www.phpug-karlsruhe.de/


barcamp_ka

aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Barcamp

Ein Barcamp (häufig auch BarCampUnkonferenzAd-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenenWorkshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (z. B. bei gemeinsamen Programmierworkshops).[1]

http://www.barcamp-karlsruhe.de/
https://www.facebook.com/BarCampKA


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Über uns

Die Gruppe zum Thema Software Craftsmansship in Karlsruhe mit Events wie CodeRetreats oder OpenSpaces oder tauschen sich einfach nur via Mailingliste aus.

Was wir in den nächsten Wochen veranstalten, findest Du unter Aktivitäten.

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